SymbolbildBild: Bernard Gagnon · CC BY-SA 4.0
Die Familie Liebl aus Siegen steht vor einer dramatischen Krise: Obwohl sie seit Jahrzehnten deutsche Ausweise besaß und hier lebt, zweifeln Behörden plötzlich ihre deutsche Staatsbürgerschaft an. Das Problem beginnt 1908, als der deutsche Arzt Friedrich Liebl im damaligen deutschen Togo eine Einheimische heiratete. Offizielle deutsche Heiratsdokumente gab es damals nicht – die Kolonialverwaltung verweigerte oft die Anerkennung solcher Ehen. Heute kann die Familie deshalb nicht nachweisen, dass sie Deutsch ist – trotz ausgestellter Pässe und Wahlteilnahmen. Eine Abschiebung droht, die das Leben dieser sozial integrierten Familie zerstören würde. Der Fall zeigt, wie tief das Unrecht der Kolonialzeit bis heute nachwirkt.
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