SymbolbildBild: Gerd Eichmann · CC BY-SA 4.0
Bundesregierung nennt neue Zahlen zur Südumfahrung Pirna bei der Bundesstraße 172 in Deutschland. Das Projekt begann 2017 und soll die Innenstadt von Pirna vom Verkehr entlasten. Der ursprüngliche Kostenplan lag bei etwa 97 Millionen Euro, die aktuellen Kosten liegen bei rund 288 Millionen Euro.
Die Bauarbeiten verzögern sich deutlich. Die Fertigstellung war zuerst für 2022 geplant, wurde dann auf 2023 verschoben und später auf 2026. Wegen Baumängeln an der Gottleubatalbrücke ist nun eine Fertigstellung für 2027 vorgesehen.
Die Mängel betreffen vier Stahlbetonvouten der Brücke. Diese Bauteile haben Fehler bei der Betonierung. Der Auftragnehmer hat die Mängel im April 2026 entdeckt. Untersuchungen zeigen, dass die Brücke trotzdem stabil ist. Die Probleme entstanden, weil Schalungsmaterial nicht richtig entfernt wurde. Die Kosten für die Mängelbeseitigung trägt der Auftragnehmer.
Bislang sind Nachträge von fast 135 Millionen Euro entstanden. Diese entstehen durch Bauprobleme, Änderungen und gestiegene Baupreise. Die zusätzlichen Kosten durch die längere Bauzeit sind noch nicht genau bekannt.
Das Mängelbeseitigungskonzept wird aktuell zwischen dem Vorhabenträger und dem Auftragnehmer abgestimmt. Weitere Prüfungen an anderen Brückenabschnitten sind nicht nötig. Weitere große Baumängel oder Planungsfehler gab es nicht.
Die Südumfahrung Pirna ist ein wichtiges Bauprojekt für die Region Sächsische Schweiz. Sie soll den Verkehr in der Stadt verringern und die Verbindung Richtung Tschechien verbessern. Große Bauwerke sind der 315 Meter lange Kohlbergtunnel und die 916 Meter lange Gottleubatalbrücke. Bauprojekte dieser Art brauchen oft viele Jahre und können teurer werden als geplant. Mängel bei der Arbeit können zu Verzögerungen und zusätzlichen Kosten führen. Die Kostensteigerungen bei Bauprojekten können durch Materialpreise, Änderungen oder technische Probleme entstehen.
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