Deutschland
Luxusflüge besteuern? Bundestag entscheidet
Bundestag · Abstimmungsergebnis
134Ja
451Nein
0Enth.
Das Wichtigste
Kurz erklärt
- Der Antrag will teurere Steuern für Privatjets und First-Class-Flüge.
- So sollen weniger schädliche Flüge gemacht und Geld für Klimaschutz gesammelt werden.
- Der Bundestag hat den Vorschlag abgelehnt.
Was passiert ist
Der Antrag fordert, dass Flüge mit Privatjets und in der First Class stärker besteuert werden sollen. Das Ziel ist, den schädlichen Ausstoß von Treibhausgasen im Flugverkehr zu verringern. Denn nur 1 Prozent der Menschen verursacht rund die Hälfte der Emissionen durch Flugreisen. Besonders Luxusflüge sind sehr klimaschädlich – ein Privatjet stößt bis zu 80-mal mehr CO2 aus als ein normaler Flug. Der Antrag wollte, dass Deutschland sich einer internationalen Gruppe anschließt, die solche Luxusflüge teurer machen will. So könnte das Geld in den Klimaschutz fließen. Allerdings wurde der Antrag mit 134 Ja- und 451 Nein-Stimmen abgelehnt, er ist damit gescheitert.
Was spricht dafür?
- Weniger klimaschädliche Luxusflüge würden die Umwelt schützen.
- Die Steuer bringt Geld, das für den Klimaschutz genutzt werden kann.
Was spricht dagegen?
- Eine Steuer könnte Flugreisen für manche Menschen teurer machen.
- Es ist unklar, wie stark die Steuer tatsächlich das Flugverhalten ändert.
Kontext
Der Verkehrssektor verursacht besonders viele klimaschädliche Gase und hinkt beim Klimaschutz hinterher. Während andere Bereiche ihre Ziele erreichen, steigen die Emissionen im Verkehr weiter. Gleichzeitig hat die Regierung geplant, das Deutschlandticket teurer und die Luftverkehrsteuer günstiger zu machen – das passt nicht zum Klimaschutz. Deshalb wollen einige Abgeordnete mit einer Steuer auf Luxusflüge gegensteuern und Deutschland internation…


