SymbolbildBild: Riker22 · CC BY-SA 4.0
Die Bundesregierung nennt keine genauen Zahlen zu den Renditen der deutschen Stromnetzbetreiber von 2020 bis 2025. Die Stromnetzbetreiber verdienen nach handelsrechtlichen Maßstäben oft mehr als nach regulatorischen Vorgaben. Die Bundesnetzagentur kontrolliert die angemessene Höhe der zulässigen Rendite. Die tatsächlichen Renditen können durch unterschiedliche Abschreibungen und Anreizregulierung höher sein als offiziell erlaubt.
Die Netzbetreiber müssen bis 2037 sehr viel Geld investieren. Für das Übertragungsnetz erwarten Experten Kosten zwischen 280 und 305 Milliarden Euro. Für die Verteilernetze schätzen die größten Netzbetreiber den Bedarf bis 2045 auf etwa 207 Milliarden Euro. Abschreibungen und Gewinne aus dem laufenden Geschäft helfen bei der Finanzierung.
Eine Senkung der erlaubten Kapitalrendite um 1 Prozentpunkt könnte die Netzkosten jährlich um 1,5 Milliarden Euro senken. Das würde die Stromkosten der Haushalte um etwa 2 Prozent reduzieren. Gleichzeitig kann eine zu geringe Rendite die Investitionsbereitschaft der Betreiber verringern. Dann gibt es mehr Engpässe im Netz, die die Kosten wieder erhöhen.
Die geplante Reform der Netzentgelte sieht vor, dass auch Stromerzeuger und Stromspeicher stärker zur Finanzierung beitragen. Private Haushalte zahlen weiterhin Grund- und Arbeitspreise. Prosumer und Betreiber von Speicheranlagen sollen neue Zusatzkosten zahlen. Die Bundesregierung bewertet das laufende Verfahren nicht politisch, weil es von der Bundesnetzagentur unabhängig geregelt wird.
Die Bundesregierung ist für die gesetzliche Grundlage der Netzentgelte zuständig. Die Bundesnetzagentur legt die genauen Regeln und Preise fest. Die Netzentgelte sind Gebühren, die alle Stromkunden zahlen, um die Netze zu finanzieren. Die Netze müssen stark ausgebaut werden, weil mehr erneuerbare Energie eingespeist wird. Das kostet viel Geld und beeinflusst den Strompreis für Verbraucher und Unternehmen. Die Regulierung soll dafür sorgen, dass die Betreiber genug verdienen, aber die Kosten nicht zu stark steigen.
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