SymbolbildBild: Aarp65 · CC BY-SA 3.0
Das Dokumentationszentrum auf dem Reichsparteitagsgelände in Nürnberg öffnet wieder. Nach fünf Jahren Bauzeit zeigt die neue Ausstellung die Geschichte des Geländes auf moderne und multimediale Weise. Die Wiedereröffnung fand bei einer Festveranstaltung mit wichtigen Gästen aus Politik und Kultur statt.
Die Ausstellung heißt „Nürnberg und die Reichsparteitage“. Sie zeigt, wie das NS-Regime das Gelände für seine Propaganda nutzte. Die Besucher erleben, welche Folgen Ausgrenzung und Menschenfeindlichkeit hatten. Die Ausstellung will zum Nachdenken anregen. Sie ist eine Mahnung gegen Rechtsextremismus und Populismus.
Die Bundesregierung, Bayern und die Stadt Nürnberg haben die Neugestaltung finanziell unterstützt. Insgesamt flossen etwa 7,4 Millionen Euro in das Projekt. Das Gelände ist das größte erhaltene nationalsozialistische Bauensemble in Deutschland. Hier fanden die jährlichen Reichsparteitage von 1933 bis 1938 statt. Heute ist der Ort ein Lernort für Demokratie und Erinnerungskultur.
Die Bundesregierung fördert auch andere Projekte zur Aufarbeitung der NS-Zeit in Nürnberg. Sie unterstützt den Erhalt und die Nutzung der historischen Kongresshalle. Außerdem wird die Ausstellung zum Nürnberger Prozess weiter ausgebaut. Insgesamt sind Fördermittel von über 90 Millionen Euro für diese Projekte vorgesehen.
Das Reichsparteitagsgelände war ein Ort großer nationalsozialistischer Versammlungen und Propaganda. Die Gebäude sind heute Erinnerungsorte, die an die Verbrechen des Nationalsozialismus erinnern. Solche Orte helfen den Menschen, die Vergangenheit zu verstehen. Sie sollen dazu beitragen, dass sich Geschichte nicht wiederholt. Das Dokumentationszentrum zeigt deshalb kritisch, wie das NS-Regime die Gesellschaft beeinflusste und wie wichtig Demokratie und Menschenrechte sind.
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