SymbolbildBild: Bernd Schwabe in Hannover · CC BY-SA 4.0
Queere Menschen in Deutschland erleben seit Januar 2025 vermehrt Angriffe bei Dating-Apps und an Cruising-Orten. Die Bundesregierung beantwortet diese Situation mit Daten und Einschätzungen. Der Fokus liegt auf Angriffen gegen schwule Männer und queere Personen.
Die Täter handeln oft organisiert. Sie locken ihre Opfer in Hinterhalte und üben Gewalt aus. Diese Angriffe kommen meistens von rechten Gruppen, die unter dem Vorwand von „Pedo-Hunting“ aktiv sind. Dabei geht es angeblich um die Jagd auf Pädophile. Die Täter handeln häufig in Gruppen und nutzen soziale Medien, um Informationen über Opfer zu teilen. Das nennt man Doxing. Die Bundesländer sind für die Erfassung und Bearbeitung der Fälle zuständig. Die Bundesregierung unterstützt sie dabei.
Islamistische Gruppen spielen nach Angaben der Bundesregierung bei den Angriffen keine bekannte Rolle. Es gibt keine Hinweise auf Zusammenarbeit zwischen rechten und islamistischen Gruppen bei diesen Taten. Auch Verbindungen zu internationalen rechtsextremen Netzwerken sind nicht bekannt.
Eine Handreichung des Bundesministeriums für Inneres hilft den Behörden seit Mitte 2025, queere Hassverbrechen besser zu erkennen und einzuordnen. Sie enthält keine Präventionsmaßnahmen und bewertet Fälle einzeln. Die Bundesregierung hat keine eigenen Zahlen zu Angriffen in den Bundesländern, verweist aber auf Berichte des Bundeskriminalamts und der Länder.
Die Bundesregierung betont, dass die Sicherheit queerer Menschen vor allem Aufgabe der Bundesländer ist. Die Polizei und andere Behörden arbeiten zusammen, um Täter zu finden und zu bestrafen. Doxing ist eine Methode, bei der Täter private Daten veröffentlichen, um Opfer anzugreifen. Queere Dating-Apps und Cruising-Orte sind deswegen oft gefährliche Orte. Diese Angriffe zeigen, dass Diskriminierung und Gewalt gegen queere Menschen noch immer ein Problem sind. Schutz und Aufklärung können helfen, solche Taten zu verhindern.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.