Bild: Monateam · CC BY-SA 4.0
Der Rapserdfloh schädigt den Anbau von Raps und verwandten Pflanzen in Deutschland. Besonders in Brandenburg sank der Rapsertrag von 2,7 Tonnen pro Hektar 2025 auf 2,1 Tonnen 2026. Für ein kostendeckendes Wirtschaften sind mindestens 3,0 Tonnen pro Hektar nötig. Die Schäden durch den Rapserdfloh bedrohen den Agrarmarkt und die Existenz vieler landwirtschaftlicher Betriebe.
Seit 2013 sind wirksame Samenbeizmittel mit Neonikotinoiden verboten. Diese Mittel halfen früher, den Rapserdfloh zu bekämpfen. Aktuell sind nur Mittel aus der Pyrethroid-Gruppe erlaubt. Gegen diese Mittel gibt es aber zunehmend Resistenzen beim Rapserdfloh. Besonders im Südwesten Deutschlands und in einigen anderen Regionen treten stärkere Resistenzen auf. Das macht den Schutz der Pflanzen schwieriger und gefährdet die Ernte.
Es gibt eine Notfallzulassung für ein Mittel namens Exirel mit dem Wirkstoff Cyantraniliprole. Dieses Mittel darf aber nur eingeschränkt angewendet werden, um das Grundwasser zu schützen. Eine dauerhafte Zulassung oder mehrmalige Anwendung auf derselben Fläche sind nicht erlaubt. Die Bundesregierung arbeitet mit Experten und Ländern zusammen, um die Situation zu beobachten und Lösungen zu finden.
Es gibt wenige zugelassene Alternativen zu den üblichen Beizmitteln. Einige Mittel fördern das Pflanzenwachstum oder wirken gegen andere Schädlinge, helfen aber nur begrenzt gegen den Rapserdfloh. Wissenschaftlich werden präventive Maßnahmen wie optimale Saatbedingungen empfohlen. Konkrete wirksame Alternativen abseits chemischer Mittel sind jedoch kaum verfügbar.
Der Rapserdfloh ist ein kleiner Käfer, dessen Larven im Herbst die Rapswurzeln fressen. Das schwächt die Pflanzen und verringert den Ertrag. Neonikotinoide sind eine Gruppe von Insektenschutzmitteln, die wegen ihres Schadens für Bienen verboten wurden. Die Folge ist, dass Bauern heute weniger wirksame Mittel gegen den Rapserdfloh einsetzen können. Resistenzen gegen erlaubte Mittel machen die Bekämpfung zusätzlich schwer. Die Bundesregierung überwacht die Lage und sucht nach Wegen, den Rapserdfloh unter Kontrolle zu halten, um die Landwirtschaft zu sichern.
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