SymbolbildBild: Jörg Zägel · CC BY-SA 3.0
Bundesregierung arbeitet an neuem Gesetz zur EU-Methan-Verordnung. Der Referentenentwurf ist in der Abstimmung. Bundesministerium für Umwelt führt das Verfahren. Das Gesetz soll Methanemissionen im Energiesektor senken. Methan ist ein starkes Treibhausgas. Es verursacht etwa ein Drittel der globalen Erderwärmung. Methan ist bis zu 120-mal wirksamer als CO2.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche forderte im Juni 2026 eine Verschiebung der EU-Regeln. Sie sieht Risiken für die Gasversorgung. Die US-Regierung und Branchenverbände haben sich gegen die Verordnung ausgesprochen. US-Diplomaten warnten EU-Staaten vor Lieferrisiken. Die Bundesregierung nennt nur einen Vertrag, der wegen der Verordnung scheiterte. Konkrete Zahlen zu gescheiterten Verträgen liegen nicht vor.
Die Bundesregierung sieht die EU-Methan-Verordnung als wichtig fürs Klima. Sie arbeitet an einem nationalen Gesetz zur Umsetzung. Das Bundeswirtschaftsministerium hat viele Gespräche mit US-Regierung, Öl- und Gasfirmen geführt. Das Umweltministerium tauschte sich ebenfalls mit der Industrie aus. Kontakte mit der Zivilgesellschaft auf Leitungsebene gab es nicht.
Laut Internationaler Energieagentur könnte weltweit viel Gas durch weniger Methanverluste eingespart werden. Die Bundesregierung hat dazu keine eigenen Daten. Die finnischen und spanischen Energieministerien bewerten die Verordnung anders. Die Bundesregierung äußert sich nicht zu einzelnen Presseberichten.
Methan ist ein Gas, das die Erde stärker erwärmt als CO2. Es entsteht vor allem bei der Förderung von Öl und Gas. Die EU will mit einer Verordnung Methanemissionen deutlich senken. Deutschland muss die Regeln national umsetzen. Dazu braucht es ein eigenes Gesetz. Methan-Verluste zu reduzieren, kann helfen, Klimaziele zu erreichen und Energie besser zu nutzen. Die Umsetzung ist aber komplex und betrifft viele Unternehmen und Länder.