SymbolbildBild: ZDF · CC BY 3.0
In Deutschland beziehen fast 2,9 Millionen Menschen die Rente für besonders langjährig Versicherte. Die Zahl stieg von rund 686.000 im Jahr 2016 auf knapp 2,9 Millionen im Jahr 2025. Diese Rente bekommen Menschen, die mindestens 45 Jahre Beiträge zur Rentenversicherung gezahlt haben.
Frauen und Männer profitieren davon. Etwa 45 Prozent der Rentnerinnen erhalten diese Rente. Die Hälfte der Frauen bekommt weniger als 1.450 Euro im Monat. Das liegt unter der Grenze, ab der man als armutsgefährdet gilt. Bei den Männern sind etwa 21,5 Prozent davon betroffen. In Ostdeutschland liegt der Anteil der armutsgefährdeten Männer sogar zwischen 35 und 45 Prozent.
Die Bundesregierung erklärt, dass die Rentenlücke zwischen Frauen und Männern auf unterschiedliche Arbeitsbiografien zurückgeht. Frauen arbeiten öfter in Teilzeit oder unterbrechen ihre Arbeit durch Familie. Die Rentenversicherung gleicht das teilweise aus, zum Beispiel mit längeren Zeiten für Kindererziehung.
Die Zahl der Menschen, die die Rente für besonders langjährig Versicherte neu beziehen, steigt weiter. Die Bundesregierung arbeitet an Regeln für die Zukunft. Es gibt Diskussionen darüber, ob diese Rente abgeschafft werden soll. Eine Umfrage zeigt, dass 74 Prozent der Befragten sie behalten wollen, auch wenn die Beiträge steigen.
Die Regierung hat keine Daten, wie viele Menschen mit dieser Rente auch private oder betriebliche Altersvorsorge haben. Sie prüft noch, wie sich Änderungen auf Ost- und Westdeutschland sowie auf Frauen und Männer auswirken könnten.
Die Rente für besonders langjährig Versicherte ist eine Sonderregelung. Sie erlaubt Menschen, nach 45 Jahren Beitragszeit ohne Abschläge in Rente zu gehen. Solche Abschläge sind sonst üblich, wenn man vor der regulären Altersgrenze in Rente geht. Die Regelung soll langjährig Beschäftigten früheren Ruhestand ermöglichen. Die Diskussion um diese Rente betrifft die soziale Gerechtigkeit und die finanzielle Lage der Rentenkassen. Die Bundesregierung und Experten prüfen, wie die Rente in Zukunft gestaltet wird.
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