Bild: 4028mdk09 · CC BY-SA 3.0
Die Saatkrähe breitet sich in Deutschland weiter aus. Im Jahr 2022 gab es schätzungsweise bis zu 155.000 Brutpaare. Das ist eine Vermehrung von mehr als 400 Prozent seit 1980. Die Saatkrähe verursacht Schäden vor allem im Maisanbau und bei Feldfrüchten wie Zuckerrüben und Erdbeeren.
Die Fraßschäden an den Pflanzen können Ernteverluste bedeuten. Manchmal müssen Landwirte ganze Felder neu aussäen. Die finanziellen Verluste können bis zu 25.000 Euro pro Jahr und Betrieb erreichen. Versicherungen zahlen meist nicht für Schäden durch Vögel. Nur Bayern fördert eine spezielle Versicherung gegen Vogelschäden.
Die Saatkrähe steht unter besonderem Schutz durch das Bundesnaturschutzgesetz und europäische Regeln. Die Bundesregierung beobachtet die Lage gemeinsam mit den Bundesländern. Die Kontrolle der Vögel liegt bei den Ländern. Abschüsse sind möglich, aber durch bürokratische Regeln oft schwer umzusetzen. Alternative Methoden wie Vogelscheuchen oder Blinklichter wirken kaum. Nur das Mittel Korit darf noch als Vogelschutzmittel eingesetzt werden, ist aber weniger wirksam als das verbotene Mesurol.
Die Saatkrähe ist ein Vogel, der in Europa unter Naturschutz steht. Sie kann große Gruppen bilden und Schäden in der Landwirtschaft verursachen. Die Bundesländer sind für den Schutz und die Kontrolle der Vögel zuständig. Landwirte haben oft wenig Möglichkeiten, sich vor den Schäden zu schützen. Pflanzenschutzmittel und Abschuss sind erlaubte Mittel, benötigen aber Genehmigungen. Die Saatkrähe frisst vor allem Saatkörner, was die Ernte beeinträchtigt.
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