Die Bundesregierung nennt Zahlen zum Güterverkehr auf neuen Bahnstrecken in Deutschland. Die Daten stammen aus Prognosen und dem Jahr 2025. Die Antwort kam am 14. Oktober 2026 aus dem Bundesverkehrsministerium.
Die Strecke zwischen Nürnberg und Ingolstadt sollte nach Planung ursprünglich 37 Prozent Güterverkehr haben. Im Jahr 2025 lag der Anteil bei nur 22 Prozent. Damals waren 100 Güterzüge pro Tag geplant. Tatsächlich fahren dort wegen eines Tunnels kaum Güterzüge.
Auf der Strecke Erfurt bis Halle und Leipzig sagten die Prognosen 54 Prozent Güterverkehr voraus. 2025 waren es mit 1,2 Güterzügen pro Tag sehr wenige. Zum Planungsbeginn wurden 131 Güterzüge pro Tag erwartet.
Zwischen Ebensfeld und Erfurt lag die Schätzung für den Güterverkehr bei 71 Prozent. 2025 fuhren dort 651 Güterzüge, im Schnitt 2 pro Tag. Die Planung hatte 168 Güterzüge pro Tag angenommen.
Die Strecke Wendlingen bis Ulm war 2010 für keinen Güterverkehr geplant. Die Prognose für 2025 ging von 0 Prozent aus. Tatsächlich fuhren etwa 160 Güterzüge, also rund 0,4 Züge pro Tag.
Neue Bahnstrecken sollten sowohl Personen- als auch Güterzüge bedienen. Einige Strecken wie Nürnberg–Ingolstadt und Erfurt–Leipzig/Halle sind für beide ausgelegt. Andere, wie Köln–Rhein/Main, sind vor allem für Personenverkehr gedacht.
Die tatsächliche Nutzung des Güterverkehrs fällt oft geringer aus als bei der Planung gedacht. Gründe sind technische Einschränkungen wie Tunnelbegegnungsverbote oder veränderte Verkehrsbedarfe.
Die Bundesregierung bewertet den Bau neuer Bahnstrecken mit einer Analyse, die Nutzen und Kosten vergleicht. Dabei spielen Prognosen für Personen- und Güterverkehr eine wichtige Rolle. Diese Prognosen entstehen Jahre vor dem Bau und können von der Wirklichkeit abweichen. Der Schienengüterverkehr befördert Waren über die Bahn. Er ist wichtig für die Wirtschaft, kann aber durch technische oder organisatorische Faktoren beeinflusst werden.
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