SymbolbildBild: Fred Romero from Paris, France · CC BY 2.0
Die Bundesregierung hat neue Zahlen zur Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung veröffentlicht. Die Daten zeigen die Entwicklung der Ermittlungsverfahren von 2015 bis 2023 in Deutschland. Viele Verfahren gegen Verstöße dauern sehr lange und sind oft noch offen.
Im Jahr 2023 wurden etwa 49.000 Ordnungswidrigkeitenverfahren und rund 101.000 Strafverfahren eingeleitet. Im Vergleich zu 2015 ist die Zahl der Verfahren deutlich gestiegen. Gleichzeitig konnten aber nur knapp 40.000 Ordnungswidrigkeiten- und rund 96.000 Strafverfahren im Jahr 2023 erledigt werden. Das bedeutet, dass rund 47.000 Verfahren aus den Vorjahren offen bleiben.
Die Bundesregierung erklärt, dass große und komplizierte Fälle oft lange dauern. Besonders bei organisierter und schwerer Kriminalität dauern die Ermittlungen oft mehr als ein Jahr. Die Ermittler müssen viele digitale Beweise auswerten und mit internationalen Partnern zusammenarbeiten. Das erhöht den Aufwand stark.
Die Prüfungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) basieren auf einer Risikoanalyse. Dabei prüfen die Beschäftigten Hinweise aus verschiedenen Branchen. Das Risiko ist höher bei bestimmten Wirtschaftszweigen oder wenn schon Verstöße bekannt sind. Ein neues Computersystem zur besseren Auswertung von Daten soll 2028 starten.
Hinweise aus der Bevölkerung oder von Behörden sind wichtig, aber es ist nicht bekannt, wie viele Prüfungen dadurch ausgelöst werden. Die FKS prüft jeden Hinweis genau, bevor sie Ermittlungen startet.
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) ist eine Behörde, die gegen illegale Arbeit vorgeht. Sie prüft Firmen und arbeitet mit anderen Behörden zusammen. Ermittlungen dauern oft lange, weil die Fälle kompliziert und digital stark vernetzt sind. Schwarzarbeit bedeutet, dass Menschen ohne Erlaubnis oder ohne Bezahlung nach den Regeln arbeiten. Behörden wollen das verhindern, weil es unfair für ehrliche Arbeiter und Firmen ist.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.