SymbolbildBild: Giftzwerg 88 · CC BY-SA 3.0
Im Landkreis Calw hat die Landesregierung die Zahlen zu Abschiebungen für 2024 und 2025 bekanntgegeben. Pro Jahr wurden jeweils etwa 160 Abschiebungen beauftragt. Diese Daten stammen aus einer Anfrage an das Justizministerium und beziehen sich auf alle unteren Ausländerbehörden im Landkreis.
Von den beauftragten Abschiebungen konnten 2024 insgesamt 49 und 2025 48 erfolgreich durchgeführt werden. Die häufigsten Gründe, warum Abschiebungen scheiterten, waren, dass die Personen nicht angetroffen wurden. 2024 gab es 72 Fälle, in denen die Betroffenen nicht gefunden wurden. Weitere Gründe für das Scheitern waren organisatorische Probleme, fehlende Dokumente oder gesundheitliche Gründe.
Zum Stichtag 31. August 2026 lebten im Landkreis Calw insgesamt 337 Personen, die vollziehbar ausreisepflichtig sind und eine Duldung besitzen. Diese Duldungen bestehen aus verschiedenen Gründen, zum Beispiel fehlende Reisedokumente, familiäre Bindungen oder laufende Verfahren. Die meisten Duldungen wurden wegen fehlender Reisedokumente (98) oder familiärer Bindungen (64) erteilt. Die Ausländerbehörden beauftragen grundsätzlich Abschiebungen, sobald keine Hindernisse vorliegen.
Die Landesregierung von Baden-Württemberg erfasst regelmäßig Zahlen zu Abschiebungen. Abschiebungen sind die Rückführung von ausreisepflichtigen Personen in ihr Herkunftsland. Eine Abschiebung kann scheitern, wenn die Person nicht gefunden wird oder rechtliche und organisatorische Hindernisse bestehen. Eine Duldung bedeutet, dass die Abschiebung vorübergehend ausgesetzt wird, zum Beispiel wegen fehlender Papiere oder Schutzgründen. Die Ausländerbehörden sind für die Durchführung der Abschiebungen zuständig und müssen viele Einzelfälle verwalten.
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