Denkendorf erhöht ab dem 1. Januar 2027 den Hebesatz für die Grundsteuer B von 213 auf 220 Prozent. Die Entscheidung traf der Gemeinderat in seiner Sitzung am 21. Oktober 2026. Die Grundsteuer A bleibt mit einem Hebesatz von 275 Prozent unverändert.
Das Ziel der Gemeinde war, mit der Grundsteuer B ein Aufkommen von etwa 1,81 Millionen Euro im Jahr 2025 zu erreichen. Tatsächlich erhielt die Gemeinde nur rund 1,75 Millionen Euro. Das sind etwa 61.000 Euro weniger als geplant. Das liegt an Änderungen der Werte für Grundstücke durch das Finanzamt. Eigentümer können Einspruch einlegen und Gutachten vorlegen. Diese Anpassungen verringern die erwarteten Einnahmen.
Die Grundsteuer B betrifft vor allem bebaute und bebaubare Grundstücke sowie Wohnungen und Häuser. Die moderate Erhöhung soll das Steueraufkommen wieder näher an das ursprüngliche Ziel bringen.
Die Grundsteuer A betrifft land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen. Die Einnahmen lagen mit 6.200 Euro unter dem Ziel von 11.000 Euro. Die Verwaltung erwartet noch weitere Daten vom Finanzamt. Deshalb bleibt der Hebesatz bei 275 Prozent. Die Gemeinde will die Entwicklung weiter beobachten.
Die Verwaltung schlägt die Erhöhung vor, weil die Einnahmen unter dem Ziel liegen. Andere Städte haben ihre Hebesätze stärker erhöht. Die CDU unterstützt die moderate Anpassung. Die SPD sieht Steuererhöhungen kritisch, hält die Erhöhung aber für verständlich. Die Grünen unterstützen die Entscheidung. Die FWV möchte die Erhöhung um ein Jahr verschieben. Sie verweist auf ein gutes Haushaltsergebnis und will eine genauere Datenlage abwarten. Die Mehrheit im Gemeinderat stimmt für die Erhöhung der Grundsteuer B.
Die Grundsteuer ist eine Steuer auf Grundstücke und Gebäude. Sie besteht aus Grundsteuer A für landwirtschaftliche Flächen und Grundsteuer B für bebaute Grundstücke. Der Hebesatz ist der Prozentsatz, mit dem die Steuer berechnet wird. Gemeinden können den Hebesatz selbst festlegen. Die Grundsteuerreform sollte die Steuer neu berechnen, damit sie gerechter wird. Die Gemeinde passt den Hebesatz an, wenn Einnahmen hinter den Erwartungen liegen. So versucht sie, ihre Einnahmen stabil zu halten.
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