Bild: Ursus minor · CC BY-SA 3.0
Stiftskirche St. Pelagius
Beschreibung
Die Stiftskirche St. Pelagius in Denkendorf geht auf das Kloster Denkendorf zurück, das nach 1128 vom Ritter Bertholdus gegründet wurde und dem Orden der Chorherren vom Heiligen Grab gehörte. Um 1200 entstand die Kirche als Klosterkirche: eine flachgedeckte, dreischiffige Pfeilerbasilika. Im 13. bis 15. Jahrhundert war sie zudem ein Wallfahrtsort.
Der Chor mit seinem Kreuzrippengewölbe wurde zwischen 1230 und 1240 gebaut und in die östlichen Teile des Mittelschiffs einbezogen. Um 1220 kam im Westen eine dreischiffige Vorhalle mit Walmdach vor dem Kirchturm hinzu, dessen untere fünf Geschosse noch aus dem romanischen Vorgängerbau stammen. Nach einem Brand 1633 gestaltete der Baumeister Heinrich Schickhardt 1634 das geschweifte Turmdach neu, wie man es von anderen seiner Bauten kennt.
Besonders sehenswert ist die Krypta, in der die Chorherren im Mittelalter ihre Gottesdienste hielten. Zur Ausstattung gehören ein Flügelaltar von 1515 und eine Kanzel von 1518. Nach der Reformation richtete das Kloster ab 1713 eine evangelische Klosterschule ein, an der Johann Albrecht Bengel unterrichtete; sein bekanntester Schüler war der Dichter Friedrich Hölderlin. An diese Zeit erinnert bis heute das kleine "Bengelstüble".
1955 bis 1957 wurde das Innere der Kirche umfassend saniert, seit 1977 zeigt sie wieder historisch belegte Farbfassungen. Eine weitere Sanierung 2012 erneuerte die Beleuchtung. Die Stiftskirche dient heute als evangelische Gemeindekirche für Gottesdienste und Kulturveranstaltungen.
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Anfahrt & Karte
Öffnungszeiten & Zugang
- Gottesdienste sonntags sowie offene Klosterführungen der evangelischen Kirchengemeinde