SymbolbildHochschule Esslingen - Stadtmitte
Kunst und Kultur stehen zunehmend im Fokus öffentlicher Auseinandersetzungen, in Deutschland und international. Ökonomische Zwänge, Versuche politischer Einflussnahme und die immer stärker werdende Polarisierung der Debatten verschärfen den Druck auf Kulturschaffende und kulturelle Einrichtungen. Gleichzeitig liegt darin die Chance, den Diskurs über die Rolle von Kunst und Kultur neu zu beleben. Erst recht in einer Zeit, in der die Notwendigkeit von Orten, die inhaltliche und auch kontroverse Auseinandersetzung mit Kunst und Gesellschaft fördern, wächst. In diesem Spannungsfeld bewegt sich Kulturpolitik heute: Der Staat steht in der Verantwortung einen verlässlichen Rahmen für künstlerisches Schaffen und Kultur zu ermöglichen, muss aber zugleich die Kunstfreiheit als unverhandelbares Grundrecht verteidigen. Die Balance zwischen öffentlicher Förderung und künstlerischer Autonomie führt immer wieder zu kontroversen Auseinandersetzungen: Wie kann die Transparenz und Nachvollziehbarkeit öffentlicher Förderung gestärkt werden? Welche Verantwortung tragen die Institutionen in der Vermittlung und Kuratierung? Und wie kann Kunstfreiheit sich gegen Angriffe und Instrumentalisierung wappnen? Referentin: Petra Olschowski, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg