
StadtMuseum Fellbach
Ein Italienurlaub 1977 und der Deutsche Herbst. Das rätselhafte Verschwinden von Mutter und Bruder und die Entführung der Landshut nach Mogadischu. Das Erbe des Schweigens und die „Letzte Generation“: Familiengeschichte und Zeitgeschichte verknüpft Sandra Hoffmann so fesselnd wie eindrücklich in ihrem brandneu erschienenen Roman „Mogadischu“. Sommer 1977: Während eines Italienurlaubs verschwinden eine Mutter und ihr fünfjähriger Sohn Kornelius spurlos. Zurück bleiben der Vater, der keine Worte findet, und die elfjährige Tochter Fritzi, die zu viele hat. Sie wartet auf eine Erklärung. Es gibt keine. Da beginnt sie, sich selbst eine zu bauen: aus Blicken, aus Andeutungen, aus den Bildern der Tagesschau. Draußen hält der Deutsche Herbst das Land in Atem. Fahndungsplakate, Sondersendungen, die Entführung der Landshut nach Mogadischu – für Fritzi wird jede Meldung zur möglichen Spur. 47 Jahre später ist Friederike Innenarchitektin und trifft nach dem Tod ihres Bruders Kornelius zum ersten Mal dessen Sohn Tim: Er ist zwanzig und Klimaaktivist der Letzten Generation. Zwischen Tante und Neffe entsteht eine fragile Gemeinschaft: zwei Gegenwarten und ein vorsichtiges neues Sprechen.
Stadt Fellbach – Kulturamt