SymbolbildBild: Florian Gerlach (Nawaro) · CC BY 3.0
Friedrichshafen setzt in Fischbach auf Nahwärme. Der Gemeinderat hat am 19. Oktober beschlossen, städtische Gebäude an Nahwärmenetze anzuschließen. Die Grund- und Hauptschule Fischbach bekommt eine befristete Wärmelieferung vom Stadtwerk am See. Das gilt auch für das Frei- und Seebad Fischbach sowie die Tannenhagschule. Die Stadt will so die Wärmeversorgung langfristig sichern.
Die Stadt Friedrichshafen verfolgt das Ziel, bis 2040 klimaneutral zu werden. Nahwärmenetze spielen dabei eine wichtige Rolle. Städtische Gebäude sollen grundsätzlich an bestehende oder geplante Netze angeschlossen werden. Voraussetzung ist ein technisch geeigneter Anschluss und marktübliche Preise. Ein Vergleich zwischen Nahwärme und eigener Wärmeversorgung soll meist entfallen. Nur bei besonderen Gründen kann davon abgewichen werden. Die Stadt prüft weiterhin die Wirtschaftlichkeit der Verträge.
Nahwärme hat Vorteile. Sie erfordert weniger Investitionen und Betriebskosten. Städtische Gebäude als Ankerkunden helfen, die Netze besser auszulasten. Große Heizungsanlagen ohne Nahwärmeanschluss sollen auf erneuerbare Energien umgestellt werden. Kleine Anlagen ohne Anschlussmöglichkeit sollen ebenfalls erneuerbar betrieben werden.
Die Schule in Fischbach wird aktuell mit zwei alten Gasheizkesseln beheizt. Diese sind fast 50 Jahre alt und könnten bald ausfallen. Deshalb braucht die Schule schnell eine neue Wärmeversorgung. Das Stadtwerk am See plant ein Nahwärmenetz, das vor allem industrielle Abwärme von MTU nutzen soll. Die Schule kann in vier bis fünf Jahren angeschlossen werden.
Bis dahin erhält die Schule eine Übergangslösung. Das Stadtwerk stellt eine moderne Erdgas-Brennwertanlage bereit. Diese Anlage wurde früher im Technischen Rathaus genutzt. Erdgas ist eine Abweichung von der Regel, nur erneuerbare Energien zu verwenden. Die Abweichung gilt nur für die Übergangszeit. Nach dem Anschluss an das Nahwärmenetz wird die Gasanlage entfernt. Die neue Gasanlage ist effizienter. Sie spart etwa 10 bis 15 Prozent Erdgas und CO2 gegenüber den alten Kesseln.
Auch das Frei- und Seebad Fischbach und die Tannenhagschule sollen später ans Nahwärmenetz angeschlossen werden. Weitere Informationen sind auf der Website der Stadt Friedrichshafen zu finden.
Die Stadt Friedrichshafen plant seit Jahren, die Wärmeversorgung klimafreundlicher zu machen. Nahwärmenetze sammeln Wärme von einer zentralen Stelle und verteilen sie an viele Gebäude. So können erneuerbare Energien und Abwärme besser genutzt werden. Nahwärmenetze brauchen weniger Einzelanlagen in den Gebäuden. Das senkt Kosten und Emissionen. Die Umstellung auf Nahwärme ist ein Schritt zur Erreichung des Klimaziels 2040. Die Stadt unterstützt diese Technik, um langfristig sauberer zu heizen.
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