Bild: Willy Pragher · CC BY 4.0
Friedrichshafen lädt am Freitag, 6. November, um 18 Uhr zur Buchvorstellung ins Stadtarchiv ein. Die Veranstaltung findet in der Katharinenstraße 55 statt. Das Buch behandelt die Passauer Waldwerke GmbH und deren Rolle als Tochterfirma der Zahnradfabrik Friedrichshafen AG im Nationalsozialismus.
Autor Moritz Grote und Stadtarchivar Jürgen Oellers präsentieren die Forschungsergebnisse zum KZ-Außenlager Passau II. Das Lager gehörte zum Komplex des KZ Mauthausen. Von März bis November 1944 mussten dort über 350 KZ-Gefangene in der Panzergetriebefertigung für die Waldwerke GmbH arbeiten.
Die Zahnradfabrik Friedrichshafen AG war ein Rüstungsunternehmen in der NS-Zeit. Die Autoren erklären auch die Verbindungen zwischen der Fabrik, der Waldwerke GmbH und den beteiligten Firmenakteuren. Akten und Bilder zeigen das Werksgelände, die Lagerarchitektur, die Führung der Waldwerke und das SS-Personal.
Nach der Vorstellung gibt es eine Diskussion mit dem Publikum. Die Besucher können Fragen stellen und mit den Autoren sprechen. Die Veranstaltung bietet Raum, mehr über die Hintergründe von Zwangsarbeit und KZ-Gefangenen zu erfahren.
Das KZ Mauthausen war ein großes Konzentrationslager mit mehreren Außenlagern. In diesen Außenlagern mussten Gefangene oft unter schweren Bedingungen für Rüstungsfirmen arbeiten. Die Zahnradfabrik Friedrichshafen AG war ein wichtiger Hersteller von Panzergetrieben. Solche Buchvorstellungen helfen, die Geschichte der Zwangsarbeit in der Region besser zu verstehen. Sie erinnern daran, wie Unternehmen und Lager während des Nationalsozialismus zusammenhingen.
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