Delegierte aus Friedrichshafen waren am 11. und 12. Oktober 2026 beim 9. Bundeskongress der Räte der Religionen in Stuttgart dabei. Mehr als 90 Vertreter aus 45 Städten trafen sich. Sie diskutierten über das friedliche Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft.
Die Diskussion stand unter dem Motto „Religion – Bedrohung oder bedroht?“. Globale Krisen, Pandemie-Nachwirkungen und Konflikte wie im Nahen Osten belasten das gesellschaftliche Klima. Sie fördern Vorurteile, Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus. Das Friedrichshafener Forum der Religionen zeigt eine entschlossene Gemeinschaft dagegen.
Die Israelitische Religionsgemeinschaft Württemberg lud zur Auftaktveranstaltung in die Stuttgarter Synagoge ein. Das Abendprogramm begann mit einem interreligiösen Friedensgebet auf dem Schlossplatz. Beim Empfang im Neuen Schloss lobten der Sozialminister Oliver Hildenbrand und Bürgermeister Dr. Clemens Maier den Dialog der Räte als gelebte Demokratie.
Der Antisemitismusbeauftragte Dr. Michael Blume sprach als Hauptredner über die Rückkehr von Verschwörungstheorien. Er forderte dazu auf, sich kritisch mit eigenen religiösen Traditionen auseinanderzusetzen. Am Ende solle man sich im Dialog auf das Verbindende konzentrieren.
Die Delegation aus Friedrichshafen bestand aus Bastian Rädle und Constanze Friz von der Stadt Friedrichshafen sowie Anil Kaya vom Integrations- und Bildungsverein FIB. Sie setzten sich für das friedensstiftende Potenzial der Religionen ein. Dabei soll kulturelle und religiöse Vielfalt als tragende Säule der Gesellschaft verteidigt werden.
Der Bundeskongress der Räte der Religionen bringt Vertreter verschiedener Glaubensgemeinschaften zusammen. Sie sprechen über Zusammenhalt und Toleranz in der Gesellschaft. Religionen können helfen, Frieden zu fördern. Der Kongress will zeigen, wie Vielfalt nicht als Gefahr, sondern als Chance gesehen werden kann. Solche Treffen stärken den Dialog und das Verständnis zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Glaubensrichtungen.
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