Rolls-Royce Solutions GmbH aus Friedrichshafen beantragt eine Erlaubnis für ein neues Seepumpwerk. Das Werk 2 in Friedrichshafen-Manzell soll das Pumpwerk erhalten. Der Antrag kam am 8. August 2026 bei der zuständigen Behörde an.
Das neue Seepumpwerk soll Bodenseewasser zur Kühlung nutzen. Es ersetzt das alte Pumpwerk, das nach Inbetriebnahme stillgelegt wird. Die Wasserentnahme soll bei steigender Produktion von 2,3 Millionen auf bis zu 5,5 Millionen Kubikmeter pro Jahr steigen. Die Wärmeeinleitung ins Wasser soll durch neue Technik verringert werden. Überschüssige Wärme will Rolls-Royce ins Nahwärmenetz einspeisen.
Das Regierungspräsidium Tübingen führt das Verfahren durch. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung ist nicht nötig. Neben der wasserrechtlichen Erlaubnis sind auch baurechtliche Genehmigungen und weitere Erlaubnisse Teil des Verfahrens.
Die Unterlagen zum Antrag liegen vom 23. Oktober bis 23. November 2026 öffentlich aus. Bürger können die Unterlagen online oder im Technischen Rathaus Friedrichshafen einsehen. Einwendungen können bis zum 7. Dezember 2026 schriftlich oder zur Niederschrift eingereicht werden. E-Mails sind nicht zulässig.
Ein Erörterungstermin findet am 17. Dezember 2026 ab 15 Uhr in Tübingen statt, wenn Einwendungen vorliegen. Die Entscheidung wird öffentlich bekanntgegeben. Der Antragsteller und beteiligte Behörden nehmen an der Erörterung teil. Einwendungen müssen eine konkrete Betroffenheit zeigen.
Rolls-Royce braucht eine wasserrechtliche Erlaubnis, um Bodenseewasser zu entnehmen und zurückzuführen. Das Wasserhaushaltsgesetz regelt solche Erlaubnisse. Behörden prüfen, ob die Nutzung Umwelt und Gewässer schützt. Bürger können in solchen Verfahren mitreden und Einwände vorbringen. Die öffentliche Auslegung soll Transparenz schaffen und Beteiligung ermöglichen.
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