SymbolbildBild: Siga · Public domain
Gaggenau entfernt invasive Bäume auf den Murginseln in dieser Woche. Die Arbeiten laufen bis Freitag, 6. November. Dafür ist die Amalienbergstraße zwischen der Kirche und dem Daimler-Parkplatz für Autos gesperrt. Fußgänger und Radfahrer können den Bereich passieren. Die Parkplätze im Parkscheiben-Bereich sind in dieser Zeit nicht nutzbar.
Die Murginseln bestehen aus drei Inseln mit insgesamt rund 3.700 Quadratmetern. Auf zwei Inseln hat sich ein Auwald entwickelt. Die kleinste Insel ist eine Kiesinsel ohne Wald. Die Inseln liegen im Schutzgebiet "Unteres Murgtal und Seitentäler". Dort wachsen Erlen, Eschen und Weichholzauenwälder.
Die Stadt Gaggenau muss diese wertvollen Flächen schützen. Die invasiven Baumarten Robinien und Balsam-Pappeln breiten sich stark aus. Sie kommen aus anderen Ländern und verdrängen die einheimischen Bäume. Deshalb entfernt die Stadt diese Bäume mit ihren Wurzeln. Die Robinien treiben sonst immer wieder aus. Die Arbeiten werden ohne schweres Gerät vom Ufer aus durchgeführt. Die Naturschutzbehörde und Ökologen begleiten die Maßnahme.
Die kleinste Insel ist eine Kiesbank. Auf ihr brütet der Flussregenpfeifer. Er braucht solche Kiesflächen zum Nisten. Der Vogel hat gelbe Augenringe und ist gut getarnt. Er steht auf der Roten Liste der geschützten Arten. Die Kiesinsel bleibt frei von Bewuchs, damit der Vogel dort bleiben kann.
Die Amalienbergstraße ist bis 6. November für Autos gesperrt. Fußgänger und Radfahrer können passieren. Die Zufahrt zum Daimler-Parkplatz ist über den Annemasse-Platz möglich. Die Stadt bittet um Verständnis für die Einschränkungen während der Arbeiten.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.