SymbolbildBild: Gerd Eichmann · CC BY 4.0
Sommer 2026 belastet Wald stark
Der Leiter des Forstbezirks Gaggenau, Markus Krebs, berichtete am 16. Oktober 2026 vor dem Gemeinderat. Der Sommer 2026 brachte 40 Hitzetage mit Temperaturen über 30 Grad. Der Wald litt unter langanhaltender Dürre. Böden rissen, Quellen versiegten und Laub verfärbte sich früh oder fiel sogar grün ab. Viele Bäume, besonders Buchen, zeigten Totholz in den Kronen. Die Eiche blieb als einzige Baumart stabil. Die Folgen für viele Bäume werden sich erst im nächsten Jahr zeigen. Der Borkenkäferbefall blieb 2026 moderat. Die weitere Entwicklung hängt vom Wetter ab. Eine neue Hitze- und Dürrephase könnte den Wald zusätzlich schädigen.
Maßnahmen gegen Wassermangel und invasive Pflanzen
Markus Krebs erklärte, dass das Wasser im Wald besser gehalten werden soll. Das schützt den Wald und die umliegenden Gebiete. Klimaschutz und Artenvielfalt bleiben wichtige Ziele. Im Stadtwald wurden zwölf vorgegebene Kriterien eingehalten. Fünf Prozent der Waldfläche, also 76 Hektar, sind als Stilllegungsflächen ausgewiesen. Rund 7.600 Habitatbäume wurden markiert und erfasst. Die Stadt erhält jährlich 118.000 Euro Förderung für klimaangepasstes Waldmanagement. Ein Problem ist die Ausbreitung des Kirschlorbeers aus Wohngebieten. Diese Pflanze verdrängt heimische Sträucher und Bäume. Sie erschwert die natürliche Verjüngung des Waldes. Die Kirschlorbeer-Pflanzen werden von Hand oder mit Maschinen entfernt. Die Flächen werden in den kommenden Jahren weiter beobachtet.
Waldpädagogik und Brennholz bleiben wichtig
Die Waldpädagogik bringt Menschen den Wald näher. 2025 und 2026 nahmen 817 Kinder und Jugendliche an 43 Veranstaltungen teil. Der Forst war auch beim städtischen Hitzeaktionstag dabei. Energieholz bleibt gefragt. In der Wintersaison 2025/2026 wurden 2.148 Festmeter Energieholz bereitgestellt. Davon waren 2.060 Festmeter Brennholz für 241 Kunden und 88 Festmeter Hackerholz. Der Preis für Hartlaubholz-Polterholz blieb bei 85 Euro pro Festmeter. Neu ist die Möglichkeit, Brennholz online zu bestellen.
Pläne für 2027 und 2028
Markus Krebs stellte die Bewirtschaftungs- und Nutzungspläne für 2027 und 2028 vor. Für 2027 wird ein Überschuss von etwa 230.000 Euro erwartet. Für 2028 sind es 160.000 Euro. Für das laufende Jahr rechnet man mit einem Überschuss von rund einer halben Million Euro. Oberbürgermeister Michael Pfeiffer dankte dem Forstteam für den Einsatz. Er sagte, der Wald sei in guten Händen. Die Gemeinderäte schlossen sich dem Dank an.