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Landkreis Göppingen setzt auf Windenergie. Aktuell sind dort 56 Windkraftanlagen in Betrieb. Zwei weitere Anlagen haben bereits die Genehmigung, sie werden bald in Betrieb gehen. Für 35 Windräder liegen noch Genehmigungsanträge vor. Außerdem gibt es neun weitere Projekte, die noch nicht beantragt sind.
Die Windräder sollen vor allem in Vorranggebieten gebaut werden. Diese Gebiete hat der Verband Region Stuttgart bestimmt. Sie liegen in mehreren Kommunen wie Böhmenkirch, Geislingen an der Steige, Donzdorf und Wiesensteig. Die Planung ist noch nicht abgeschlossen.
Die Anlagen stehen oft nahe oder teilweise in Wäldern. Besonders geschützt sind Naturschutzgebiete, Biotope und bestimmte Waldflächen. Diese Gebiete werden bei der Planung möglichst ausgeschlossen. Trotzdem gibt es Überschneidungen mit Waldflächen. Zwei Windparks im Wald sind beantragt, sie liegen nur teilweise im Wald.
Der Bau und Betrieb der Windräder kann Tiere stören. Besonders Vögel und Fledermäuse sind gefährdet. Auch andere Tiere wie Reptilien und Amphibien können betroffen sein. Für diesen Schutz gibt es Maßnahmen, die die Schäden verringern sollen. Naturschutzverbände und Bürger haben Bedenken geäußert, vor allem wegen der Tiere und des Vogelzugs.
Im Windpark Königseiche bei Baiereck gab es Beschwerden über störende Geräusche. Diese Geräusche waren besonders nachts auffällig. Der Betreiber musste die Anlagen zeitweise abschalten. Das Landratsamt prüft die Geräuschwerte regelmäßig. Auch im Windpark Tegelberg gab es Lärmklagen. Messungen zeigten aber keine Überschreitung der erlaubten Werte.
In Baden-Württemberg sind drei Fälle bekannt, in denen Windräder wegen Lärm oder anderen Problemen nachträglich eingeschränkt wurden. Im Landkreis Göppingen ist dies der Windpark Königseiche. Dort hat der Betreiber freiwillig Anpassungen gemacht.
Die Landesregierung bewertet den Ausbau der Windkraft als wichtig für den Klimaschutz. Sie sieht aber auch die Herausforderungen für Natur, Landschaft und Infrastruktur. Die Genehmigungen dauern oft lange, weil viele Prüfungen nötig sind. Die Straßen und Brücken im Landkreis könnten durch den Transport der Windräder belastet werden. Die Auswirkungen auf Landschaft und Naherholung sind ein Thema.
Die Landesregierung plant den Ausbau von Windenergie in vielen Regionen. Vorranggebiete sind Flächen, auf denen Windräder bevorzugt gebaut werden sollen. Diese Gebiete werden so ausgewählt, dass wichtige Naturschutzbereiche möglichst geschont werden.
Windkraftanlagen erzeugen Strom ohne CO2-Ausstoß. Sie können aber Tiere stören und Geräusche verursachen. Deshalb gibt es strenge Regeln für Bau und Betrieb. Die Behörden prüfen Umwelt- und Artenschutz genau. Beschwerden von Anwohnern werden ernst genommen und geprüft. Die Genehmigungsverfahren sind oft komplex und dauern lange. Ziel ist es, den Klimaschutz voranzubringen und gleichzeitig Natur und Menschen zu schützen.
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