SymbolbildBild: Ursman83 · CC BY-SA 4.0
Alb Fils Klinikum in Göppingen erwartet für 2026 einen Verlust von 14,7 Millionen Euro. Die Prognose stammt aus dem Geschäftsbericht 2025 der Klinik. Der Landkreis Göppingen trägt die finanziellen Folgen. Die Kreisumlage bleibt 2026 unverändert bei 36 Prozent. Das bedeutet, die Städte und Gemeinden im Landkreis zahlen weiter diesen Anteil zur Finanzierung.
Die Klinik arbeitet an Sparmaßnahmen von 2023 bis 2026, um die Verluste zu verringern. Das Land Baden-Württemberg stellt mehr Geld für kommunale Krankenhäuser bereit. Die Fördermittel steigen von 452 Millionen Euro im Jahr 2024 auf 554 Millionen Euro im Jahr 2026. Zusätzlich gab es in den letzten Jahren rund 420 Millionen Euro für Digitalisierung und weitere Programme.
Die Landesregierung kritisiert, dass der Bund die Betriebskosten der Krankenhäuser nicht ausreichend bezahlt. Die Lohnkosten und Preissteigerungen seit 2022 werden nicht vollständig ausgeglichen. Das Land fordert eine Änderung der Finanzierung, weg vom fallbezogenen System hin zu einer stabileren Förderung. Für den Rückbau des alten Klinikgebäudes am Eichert gibt es keine genauen Kostenangaben.
Die Klinikfinanzierung in Deutschland teilt sich in zwei Teile. Die Länder sind für Investitionen zuständig. Der Bund bezahlt die Betriebskosten. Viele Krankenhäuser haben hohe Verluste, weil die Betriebskosten nicht ausreichen. Die Kreisumlage ist ein Geldbetrag, den der Landkreis von seinen Städten und Gemeinden verlangt, um seine Ausgaben zu decken. Eine hohe Kreisumlage kann die Haushalte der Städte belasten. Das Land Baden-Württemberg unterstützt seine Kliniken mit Fördergeldern, um Defizite auszugleichen und Modernisierungen zu ermöglichen.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.