SymbolbildBild: Jess & Peter from Geneva, Switzerland · CC BY 2.0
Heidelberg erinnert am 9. November 2026 an die Opfer der Reichspogromnacht von 1938. Die Gedenkfeier beginnt um 18 Uhr auf dem Alten Synagogenplatz in der Altstadt. Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, daran teilzunehmen.
In der Reichspogromnacht zerstörten Nationalsozialisten in Heidelberg jüdische Häuser und Geschäfte. Die Synagogen in der Altstadt und in Rohrbach wurden angezündet und ausgeraubt. Heute stehen am Alten Synagogenplatz weiße Marmorsteine als Zeichen der ehemaligen Synagogenmauern.
Während der Gedenkfeier sprechen der Erste Bürgermeister Jürgen Odszuck, Rabbiner Janusz Pawelczyk-Kissin und Olga Binder-Tarashchanska von der Jüdischen Kultusgemeinde. Studierende tragen die Namen der Deportierten und Auszüge aus Erlebnisberichten vor. Die Musik- und Singschule Heidelberg begleitet die Veranstaltung musikalisch.
Im Anschluss findet um etwa 19.15 Uhr im Haus der Begegnung eine weitere Gedenkstunde statt. Diese veranstalten die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen und die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit.
Der Alte Synagogenplatz ist barrierefrei zugänglich. Eine Rampe ermöglicht den Zugang für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen.
Die Reichspogromnacht ist ein Ereignis, bei dem viele jüdische Menschen in Deutschland Gewalt und Verfolgung erlitten. Die Stadt Heidelberg und verschiedene Organisationen halten die Erinnerung an diese Opfer wach. Gedenkfeiern helfen, das Geschehen nicht zu vergessen und zeigen Respekt gegenüber den Betroffenen. Solche Veranstaltungen sind wichtig, um das Bewusstsein für Geschichte und Menschenrechte zu stärken.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.