SymbolbildCHAPEL Raum für Stadtkultur e.V.
Zum zweiten Mal präsentiert formAD e.V. die Ausstellung HAND WERK KUNST: hochwertiges zeitgenössisches Kunsthandwerk, in der ehemals amerikanischen Militär-Chapel, in Heidelberg. In dem architektonisch gelungenen modernen Ausstellungsraum präsentieren 19 Ausstellende aus der Region Heidelberg/Mannheim, sowie Gäste aus Berlin und Leipzig, ihren Schmuck, Taschen, Keramik & Porzellan, Holz, Papier und Textilkunst. Ulrika Mertens verzaubert durch ihre Interpretation der Granulation, mit einer breiten Palette von Farbsteinen in Ohrringen und Ketten. Karin Kolster-Kelly präsentiert eine üppige Ringauswahl mit farbigen Steinen in ihrer gewohnt bequemen Ringschienenform. Sophia Föhr, gelernte Gold- und Silberschmiedin, fertigt Schmuck, vorwiegend Ketten, und Gerät wie Schalen und Kerzenhalter, in Silber. Suzanne Thiel, Berlin, ist bekannt für ihren opulenten Schmuck, insbesondere für ihre Ringe und Ketten. Unterschiedlichste Materialien werden dabei zu ungewöhnlichen Objekten geformt: Aus Silber, Edelsteinen, Perlen, Vigorit, Holz, Extensions, Porzellan, Glas… Die oft von geometrischen Formen abgeleiteten Taschen von Friedrich Rippmann sind vom Bauhaus und den Wilden 80ern inspiriert. Seine hochfeinen Handschuhe kommen ebenfalls aus Heidelberg-Handschuhsheim (nomen est omen).Die Hocker von Grigol Sanadiradze erlauben Sitzen und Wippen – Handwerkkunst von einem Design-orientierten Schreinermeister. Die Drechsler-Arbeiten von Bernd Pfister gehen an die Grenzen, was mit dieser alten Technik möglich ist, mit expressiven Arbeiten zwischen Kunst und Gerät.Eine Vase aus Stoff, kann das denn sein? Annette Steiger, Leipzig, zeigt: Es geht! Und überrascht mit weiteren Objekten für den gedeckten Tisch, die an Porzellan erinnern, aber aus wiederverwendeten Tischdecken sind. Gabriele Ihmels fertigt mit viel Liebe zum Detail und Filigranität Schmuckstücke aus feinster Merinowolle und Seide in der Nassfilztechnik an. Weitere textile Positionen sind die hochwertige Damen-Bekleidung von Mirijam May, und die ganz unterschiedlichen Schals von Sabine Barkhof und Jutta Quick, deren Schal-Unikate aus wertigen Materialien wie Wolletamine, Seide und Baumwollbatist sind. Karin Bundschuh zeigt tragbare Hüte in raffinierten, ungewöhnlichen Schnitten.Atelier Gry (Karin Lemler), Thomas Weil, beides Buchbindende und Eva Czajkowski, Grafikerin arbeiten mit Papier – in ganz unterschiedlicher Weise. Einmal steht edles Papier, verarbeitet zu funktionalen Behältnissen, im Vordergrund. Dann ist es Upcycling, das z.B. Einkaufstüten in witzige, fein gearbeitete Zeichenbücher und Fotoalben verwandelt. Und in der dritten Position ist es junge heitere grafische Gestaltung, die dominiert.Keramik ist mit drei Positionen vertreten: Alexandre Micoulet fertigt feine dünnwandige Tassen in Steinzeug, oft in raffinierter Weise mit z.B. einem Holzgriff kombiniert. Stavroula Papadopoulou gestaltet Gebrauchsgegenstände wie Becher oder Seifenablagen in einer klaren, modernen Formensprache in Porzellan. Nisani Bührlein feiert die freie Form, in großzügigen Schalen, in starken dunklen Tönen. Ausstellung HAND WERK KUNSTEröffnung Freitag 13.11., 18 – 21 Uhr; Samstag 14.11. 11-19 Uhr, Sonntag 15.11. 11.18 UhrChapel, Rheinstrasse 12/4, 69126 HeidelbergFreier Eintritt