
Karlstorbahnhof – TiK
Collecting Memories of Resistance
heimaten Alle Infos rund um das Festival gibt es unter heimaten.hkw.de
Unsere Zukunft ist umkämpft. Kriege, Klimakrise, Rassismus, soziale Ungleichheit und autoritäre Entwicklungen erzeugen vermehrt das Gefühl, dass Veränderung kaum noch möglich ist. Doch Geschichte besteht nicht nur aus einer Aneinanderreihung von Krisen und Katastrophen. Vielmehr erzählt sie auch von Menschen, die widersprochen, sich zusammengeschlossen, sich gegenseitig geschützt und für gute Verhältnisse gekämpft haben. Inmitten aktueller politischer Entwicklungen, insbesondere des Erstarkens des Rechtsextremismus und Autoritarismus, braucht es mehr Hoffnung auf Widerstandsbewegungen in der Zukunft.
Angesichts dieser Notlage beruft Kurator und Sprachkünstler Muhammet Ali Baş den Situation Room ein. Künstler*innen, Visionär*innen und Besucher*innen versammeln sich, um gemeinsam Erinnerungen an Widerstände zu sammeln, die noch nicht stattgefunden haben. Mithilfe spekulativer Erzählformen und des Erinnerungsboosters „Mentha Memoralis“ reisen die Anwesenden gedanklich in mögliche Zukünfte und erinnern sich an jene Tage, an denen Menschen sich einer Ungerechtigkeit widersetzt haben. An eine Bewegung, die etwas veränderte. An eine vielleicht kleine Geste der Solidarität, aus der jedoch etwas Großes entstand, das wir heute noch nicht kennen.
Dabei geht es nicht darum, eine perfekte Zukunft vorherzusagen. Der Situation Room fragt vielmehr danach, welche Formen von Widerstand, Solidarität und Veränderung wir uns überhaupt vorstellen können – denn nur was vorstellbar ist, kann auch umgesetzt werden.
Aus den unterschiedlichen Zukunftserinnerungen entstehen Erzählungen über das Noch-Nicht-Geschehene. Erzählungen von Kämpfen, Entscheidungen, Zusammenschlüssen und Momenten des Widerspruchs. Um in der Gegenwart wieder Hoffnung schöpfen zu können, dass wir in der Lage sind, eine gute Zukunft für alle zu gestalten.
Erinnerungssammler – Muhammet Ali Baş
Erinnernde – Sophie Kara, Zehra Tuzkaya & tba.
Transtemporale Protokollantin – Eşim Karakuyu
Das heimaten Netzwerk ist eine Initiative von Haus der Kulturen der Welt im Rahmen von heimaten, gefördert durch Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.
Design heimaten: Studio Yukiko/HKW
Einlass 18:30 Uhr. Bestuhlt.
Karlstorbahnhof e.V.