SymbolbildBild: Renardo la vulpo · CC0
Aktivisten störten am 6. Juni 2026 den AfD-Landesparteitag im Hotel am Congress Centrum in Heidenheim. Sie servierten beim Frühstück einen Glasteller mit Mettwurst in Form eines Hakenkreuzes. Der Teller war mit Zwiebeln, Essiggurken dekoriert und trug die Aufschrift „VORSICHT VOR DER NSAFD“. Die Polizei ermittelte einen Tatverdächtigen, der ebenfalls Gast im Hotel war und mit einem Aktionsbus namens „Adenauer SRP+“ verbunden ist. Ein Video des Vorfalls wurde auf Instagram veröffentlicht.
Die Polizei stellte fest, dass keine Personen- oder Sachschäden im Hotel entstanden sind. Es gab keine Gefahr für andere Gäste. Nach polizeilichem Eingreifen erhielt der Tatverdächtige einen Platzverweis. Eine Ingewahrsamnahme fand nicht statt. Die Ermittlungen wegen des Verdachts auf Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen laufen noch. Weitere Details zu Tatverdächtigen oder Vorstrafen nannte die Polizei nicht.
Die Polizei bestätigte, dass keine Anzeigen wegen Lärmbelästigung am Tag der Großveranstaltung vorliegen. Der Aktionsbus war bei der Stadt Heidenheim angemeldet und genehmigt. Deshalb prüfte die Polizei keine weiteren Verkehrspapiere oder Fahrerlaubnisse für den Bus.
Die Staatsanwaltschaft Ellwangen leitet das Verfahren. Die Polizei in Ulm ermittelt wegen verbotener Symbole nach dem Strafgesetzbuch. Ein Hakenkreuz gilt als Kennzeichen einer verfassungswidrigen Organisation und ist in Deutschland verboten. Die Polizei prüft, ob die Aktion dem linken oder rechten politischen Spektrum zugeordnet wird. Das Verfahren ist noch offen. Die Anmeldung von Fahrzeugen bei Großveranstaltungen dient der Sicherheit und Kontrolle durch Behörden.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.