Bild: 4028mdk09 · CC BY-SA 3.0
Heilbronn lädt am Montag, 9. November, um 19.15 Uhr auf den Max-Beermann-Platz an der Wollhausstraße ein. Die Stadt erinnert an die Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938. Damals setzten Nationalsozialisten in ganz Deutschland Synagogen in Brand. Sie hetzten jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger durch die Straßen und zerstörten Geschäfte.
Auch die Synagoge in Heilbronn wurde damals zerstört. Sie stand an der Allee und war eines der schönsten Gebäude der Stadt. Die Synagoge wurde zwischen 1873 und 1877 im orientalischen Stil gebaut. Sie hatte fünf Kuppeln, Walmdächer und zwei Türme. Das Gebäude war 38 Meter hoch und aus Heilbronner Sandstein.
Heute erinnert ein Gedenkstein an der Allee an den Standort der Synagoge. Bei der Gedenkveranstaltung begrüßt Oberbürgermeister Harry Mergel die Gäste. Dr. Thomas Schnabel vom Historischen Verein Heilbronn hält die Ansprache. Oberbürgermeister Mergel und Pascal Raugust vom DGB legen Kränze am Gedenkstein nieder.
Die Veranstaltung wird vom Posaunenchor Horkheim und Bläsern aus anderen Posaunenchören musikalisch begleitet. Die Stadt weist darauf hin, dass es kurzzeitig wegen abgesperrter Straßen zu Verkehrseinschränkungen kommen kann. Besucherinnen und Besucher sollten dies bei ihrer Anfahrt beachten.
Die Reichspogromnacht ist eine Nacht im November 1938, in der Nationalsozialisten in Deutschland jüdische Einrichtungen angriffen. Viele Synagogen wurden zerstört, Menschen verletzt oder getötet. Solche Gedenkveranstaltungen erinnern an diese Gewalt und an die Opfer. Sie helfen, das Erinnern an diese Zeit wachzuhalten und ein Zeichen gegen Hass zu setzen.
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