SymbolbildBild: Till Niermann · CC BY-SA 4.0
Theaterstück „Total vernetzt – und alles klar!?“ zeigt digitale Gefahren in Heubach. Rund 200 Schülerinnen und Schüler der Mörikeschule, des Schulverbunds Heubach und des Rosenstein-Gymnasiums sahen die Aufführungen am 19. Oktober. Das Schauspiel-Duo Q-rage aus Ludwigsburg spielte die Geschichte zweier Geschwister, Lisa und Henrik, die mit den Fallen der digitalen Welt kämpfen.
Die Schauspieler Nadja Dellagiacoma und Luke Sommer zeigten in fünf Szenen, wie schnell Schüler im Netz in Schwierigkeiten geraten können. Lisa lästert im Chat über Mitschüler. Henrik spielt lange Ego-Shooter und postet ein betrunkene Foto von sich. Das Bild wird im Internet verändert und verbreitet. Henrik wird zum Gespött. Lisa lernt einen falschen Freund kennen und gibt persönliche Daten preis.
Die Schauspieler wechselten zwischen den Rollen der Geschwister und Moderatoren. Sie sprachen mit den Schülern über das Verhalten der Figuren. Nadine Bosch vom Polizeiposten Heubach erklärte rechtliche Folgen von Handyvideos, Beleidigungen und Bildverbreitung im Netz. Schulsozialarbeiter Andreas Dionyssiotis sagte, dass Schüler noch mehr über den Umgang mit persönlichen Daten lernen müssen.
Viele Jugendliche nutzen das Internet unbedacht. Schnell entstehen Kostenfallen, wenn sie die Nutzungsregeln nicht lesen. Die Sechstklässler verfolgten die Aufführung aufmerksam, stellten Fragen und beteiligten sich. Viele haben schon Erfahrungen mit solchen Situationen.
Timna Hörger von der Schillerschule und dem Rosenstein-Gymnasium erklärte, dass Jugendsachbearbeiterin Nadine Bosch alle sechsten Klassen besuchen wird. Sie will die Kinder über die Gefahren im Netz informieren und aufklären.
Das Theaterstück ist eine Aktion der Gemeinde und Polizei, um Schüler für Internetgefahren zu sensibilisieren. Die Polizei Heubach unterstützt mit Aufklärung über rechtliche Folgen. Digitale Medien bringen viele Chancen, sie können aber auch Risiken wie Mobbing, Datenmissbrauch und Kostenfallen enthalten. Schulen und Behörden bieten deshalb Informationsangebote, damit Kinder und Jugendliche sicherer im Internet unterwegs sind.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.