Bild: CC0 1.0 (gemeinfrei)
Zehntscheune
Beschreibung
Die Zehntscheune diente ursprünglich zur Lagerung der Abgaben, die Bauern als Zehnt an die Grundherrschaft leisten mussten. Nach der Abschaffung dieser Abgabepflicht 1840 wurde das Gebäude für andere Zwecke genutzt, unter anderem zur Trocknung von Tannenzapfen-Saatgut und als Lager für Tabakballen.
Das Gebäude bestand aus zwei zu unterschiedlichen Zeiten zusammengefügten Teilen: Der ältere südliche Teil war aus Sandstein und Eichenholz gebaut und trug ein Krüppelwalmdach, der jüngere nördliche Anbau bestand aus Nadelholz mit Backstein an der Ostwand. Eine Inschrift "J·S·P, MKW 1883" am südlichen Torbogen verweist auf den Tabakfabrikanten Johann Sigismund Piazolo.
2005 wurde das historische Gebäude nicht abgerissen, sondern sorgfältig abgetragen und dabei umfangreich dokumentiert. Wiederverwendbare Sandsteinblöcke, Holzbalken, Beschläge und Dielen wurden eingelagert, um sie später wiederzuverwenden.
2009/10 wurde die Zehntscheune mit diesen Materialien an ihrem heutigen Standort an der Unteren Mühlstraße wiederaufgebaut. Seither beherbergt sie die Stadtbücherei Hockenheim und das Tabakmuseum, das erste seiner Art in Baden-Württemberg.
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Anfahrt & Karte
Öffnungszeiten & Zugang
- Stadtbücherei zu deren Öffnungszeiten
- Tabakmuseum nach Vereinbarung mit der Stadt Hockenheim