Bereitschaftspraxen verändern sich im Landkreis Karlsruhe. Die Notfallpraxis in Waghäusel-Kirrlach schloss. Die Betriebszeiten der Praxen in der Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal und der Rechbergklinik Bretten wurden verkürzt. Das Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit beantwortete Fragen dazu aus dem Landtag.
Die Zahl der Patienten in den Bereitschaftspraxen in Bruchsal und Bretten schwankt. Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg meldet unterschiedliche Werte für die Jahre 2023 bis 2025. Im Quartal 2/2023 kamen zum Beispiel 2.885 Patienten nach Bruchsal und 2.618 nach Bretten. Im gleichen Quartal 2025 waren es 2.864 in Bruchsal und 1.733 in Bretten. Die Herkunft der Patienten verteilt sich auf viele Gemeinden rund um die Praxen. Die meisten Patienten kommen aus Bruchsal, Waghäusel, Bretten und den umliegenden Orten.
Zwei Drittel der Menschen im nördlichen Landkreis Karlsruhe erreichen eine Bereitschaftspraxis am Wochenende oder Feiertag in 15 Minuten mit dem Auto. Fast alle erreichen eine Praxis innerhalb von 25 Minuten Autofahrt. Die Kassenärztliche Vereinigung erhebt keine Daten zu Wartezeiten in den Praxen. Das Ministerium hat keine Informationen darüber, wie oft Patienten in die Notaufnahme kommen, obwohl sie in der Bereitschaftspraxis hätten behandelt werden können.
Die Zahl der Einsätze von Rettungsdienst und Notarzt schwankt monatlich. Ein klarer Trend durch die Schließung oder Zeitkürzung der Praxen ist nicht erkennbar. Neue Regeln für Notrufe und die Bewertung von Notfällen beeinflussen die Zahlen. Die Einsatzzahlen zeigen nicht nur Veränderungen im echten Notfallgeschehen.
Bereitschaftspraxen sind ärztliche Einrichtungen, die außerhalb der normalen Sprechzeiten Notfälle behandeln. Sie sind für Patienten gedacht, die keine lebensbedrohlichen Beschwerden haben, aber auch nicht bis zum nächsten regulären Arzttermin warten können. Notaufnahmen in Krankenhäusern sind für schwere oder lebensbedrohliche Fälle da. Die Erreichbarkeit und Wartezeiten in Bereitschaftspraxen sind wichtige Faktoren für eine gute Versorgung. Änderungen in der Struktur dieser Praxen können die Nutzung von Notaufnahmen und Rettungsdiensten beeinflussen.
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