SymbolbildBild: Helge Klaus Rieder · CC0
Im Landkreis Karlsruhe bleibt die Zahl der Hausärztinnen und Hausärzte fast gleich. Von 2017 bis 2025 steigt ihre Zahl nur um 0,4 Prozent. Insgesamt wächst die Zahl aller Ärzte und Psychotherapeuten von 620 auf 696. Das ist ein Plus von 12,3 Prozent.
Deutlich mehr werden Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten. Ihre Zahl steigt um 50 Prozent. Auch Kinder- und Jugendärzte nehmen um 23,3 Prozent zu. Augenärzte und fachärztliche Internisten wachsen ebenfalls um mehr als 18 Prozent. Die Facharztgruppen liegen im Landkreis Karlsruhe alle über dem Versorgungsgrad von 110 Prozent. Das zeigt eine Auswertung der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg.
Die hausärztliche Versorgung zeigt keinen Mangel. Die vier Mittelbereiche Bretten, Bruchsal, Ettlingen und Karlsruhe erreichen Versorgungsgrade zwischen 86,5 und 93,2 Prozent. Eine Unterversorgung liegt erst unter 75 Prozent. Die Stadt Karlsruhe ist im Mittelbereich Karlsruhe enthalten. Auch bei den Fachärzten gibt es keinen Engpass.
Die Altersstruktur der Ärztinnen und Ärzte zeigt, dass in den nächsten fünf bis zehn Jahren viele in Ruhestand gehen werden. Die genauen Zahlen dazu liegen im Bericht, sind aber nicht im Detail genannt. Die Landesregierung sieht deshalb Bedarf, die Nachfolge zu sichern. Sie will auch bürokratische Hürden für Hausärzte abbauen.
Zur Unterstützung nutzt der Landkreis verschiedene Programme. Dazu gehören Förderungen für die Praxisübernahme und die Landarztquote bei Medizin-Studierenden. Die ersten Ärzte aus der Landarztquote werden in einigen Jahren erwartet. Digitale Angebote und multiprofessionelle Teams sollen die Versorgung stärken, vor allem in ländlichen Orten.
Die Landesregierung und die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg sind für die Planung der ärztlichen Versorgung zuständig. Der Versorgungsgrad zeigt, wie gut die Bevölkerung mit Ärzten versorgt ist. Liegt er unter 75 Prozent, spricht man von Unterversorgung. Die Landarztquote erleichtert jungen Menschen den Zugang zum Medizinstudium, wenn sie später in ländlichen Regionen als Hausarzt arbeiten. Digitale und neue Versorgungsmodelle können helfen, Engpässe zu vermeiden.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.