SymbolbildBild: Laserlicht · CC BY-SA 4.0
Neue Schulkindbetreuung in Kernen
Seit September gibt es in Kernen im Remstal ein neues Angebot für die Betreuung von Grundschulkindern. Das Angebot ersetzt den bisherigen Hort und die Kernzeitbetreuung. Die Betreuung findet an der Haldenschule in Rommelshausen und an der Karl-Mauch-Schule in Stetten statt.
Bürgermeister Benedikt Paulowitsch besuchte die Kinder der Schulkindbetreuung Stetten im "La Salle" der Diakonie Stetten. Die Kinder holten sich ihr Mittagessen und saßen geordnet mit ihren Betreuerinnen und Betreuern zusammen. Viele Kinder berichteten, dass der Weg zur Betreuung trotz Regen eine willkommene Bewegung nach dem Unterricht ist. Fischstäbchen und Currywurst sind bei den Kindern besonders beliebt.
Neues System und Betreuungsauswahl
Die Schulkindbetreuung ist ein einheitliches Angebot anstelle von Hort und Kernzeit. Familien können zwischen Basisbetreuung von 7 bis 13 Uhr, Standardbetreuung bis 15 Uhr und Spätbetreuung bis 17 Uhr wählen. Die Betreuung ist an mindestens drei Tagen in der Woche möglich. Die Zeiten basieren auf einer Elternumfrage aus dem Dezember 2025. Die Gebühr richtet sich seit September nach dem Einkommen der Familien.
Der Bund hat den Rechtsanspruch auf ganztägige Bildung und Betreuung für Grundschulkinder beschlossen. Er gilt seit diesem Schuljahr für Erstklässler und wird jedes Jahr erweitert. Ab dem Schuljahr 2029/30 haben alle Grundschulkinder Anspruch auf acht Stunden Unterricht und Betreuung am Tag.
Veränderungen in Stetten und Rommelshausen
In Stetten zog die Schulkindbetreuung im August in die Karl-Mauch-Schule um. Das Team packte 150 Umzugskisten und richtete alles neu ein. Die Kinder sind jetzt alle unter einem Dach. Die Leiterin Jessica Place lobt den Zusammenhalt im Team während des Umzugs.
In Rommelshausen läuft die Betreuung neben einer Großbaustelle an der Haldenschule weiter. Ein Neubau mit größerer Mensa ist geplant und soll 2028 fertig sein. Die Schulkindbetreuung in Rommelshausen feierte im September ihr 20-jähriges Jubiläum. Zwei Mitarbeiterinnen sind seit dem Start dabei und begleiten die Veränderungen mit.
Ausblick und Beteiligung
Das neue System befindet sich noch in der Eingewöhnungsphase. Schulen, Betreuungsteams, Eltern und Verwaltung arbeiten zusammen, um das Angebot zu verbessern. Die erste Auswertung des neuen Gebührenmodells ist für Dezember geplant. Bürgermeister Paulowitsch betont, dass die Kinder selbst wichtige Rückmeldungen geben.
Die Schulkindbetreuung ersetzt den Hort und die Kernzeitbetreuung in Kernen. Sie bietet den Kindern mehr Betreuungszeit und orientiert sich am bundesweiten Anspruch auf ganztägige Bildung. Der Rechtsanspruch soll bis 2029/30 für alle Grundschulkinder gelten. Das neue System bietet flexible Betreuungszeiten und richtet die Kosten nach dem Einkommen der Familien. Die Betreuung findet in Schulen statt und soll die Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützen.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.