SymbolbildBild: n.n. · Public domain
Künzelsau erinnert am 9. November 2026 an die Zerstörung der Synagoge in der Reichspogromnacht 1938. Die Gedenkveranstaltung beginnt um 18 Uhr am Gedenkstein in der Konsul-Uebele-Straße. Dort wird an die jüdischen Einwohner und die Verbrechen der Nationalsozialisten erinnert.
Die Synagoge in Künzelsau war seit 1907 ein Ort jüdischen Lebens. In der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 zerstörten Nationalsozialisten das Gebäude gewaltsam. Der Gedenkstein erinnert heute an das Gotteshaus und an das Schicksal der jüdischen Bevölkerung.
Nach dem Gedenken um 18 Uhr folgt um 19 Uhr eine Abendveranstaltung in der Sparkasse Künzelsau, Konsul-Uebele-Straße 11. Dort gibt es Lesungen aus historischen Dokumenten. Die Stadtarchivarin Dr. Helga Steiger moderiert. Bürgermeister Stefan Neumann und Michael Rubinstein von der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs begrüßen die Gäste. Nachfahren jüdischer Einwohner aus Künzelsau sind eingeladen. Die Gruppe „Homentaschn“ begleitet die Veranstaltung musikalisch.
Die Gedenkveranstaltung lädt dazu ein, sich mit der jüdischen Geschichte Künzelsaus zu beschäftigen. Sie erinnert an die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Die Veranstaltung setzt ein Zeichen gegen Antisemitismus und Ausgrenzung.
Für die Abendveranstaltung um 19 Uhr bittet die Gemeinde um Anmeldung bis Freitag, 30. Oktober 2026. Die Anmeldung ist per E-Mail an sekretariat@ebh-hohenlohe.de oder telefonisch unter 07940 55927 möglich.
Die Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 war eine organisierte Gewaltaktion gegen jüdische Menschen und Einrichtungen in Deutschland. Viele Synagogen wurden zerstört. Die Gedenkveranstaltungen erinnern an diese Verbrechen und an die Opfer. Sie fördern das Bewusstsein für die Geschichte und mahnen, gegen Antisemitismus und Rassismus einzutreten.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.