SymbolbildBild: Szczecinolog · CC BY-SA 4.0
Leinfelden-Echterdingen will in den Jahren 2027 und 2028 weiter in Schulen, das neue Hallenbad und die Infrastruktur investieren. Der Oberbürgermeister Otto Ruppaner hat am Dienstag dieser Woche den Entwurf für den Doppelhaushalt 2027/28 im Gemeinderat vorgestellt. Der Gemeinderat soll am 26. Januar 2027 über den Haushalt entscheiden.
Die Stadt rechnet 2027 mit Einnahmen von 175,9 Millionen Euro und 2028 mit 181,1 Millionen Euro. Die Ausgaben liegen bei 184,4 beziehungsweise 189,7 Millionen Euro. Damit entsteht in beiden Jahren ein Fehlbetrag von etwa 8,5 Millionen Euro. Die Finanzlage verbessert sich so gegenüber 2026, bleibt aber angespannt. Insgesamt sind für 2027 und 2028 Investitionen von rund 82,8 Millionen Euro vorgesehen.
Ein Schwerpunkt der Investitionen liegt bei den Schulen. Für die Zeppelinschule, Lindachschule und das Philipp-Matthäus-Hahn-Gymnasium sind rund 14 Millionen Euro eingeplant. Für das neue Hallenbad sind weitere 13,6 Millionen Euro vorgesehen. Das Bad soll dem Schulschwimmen, den Vereinen und der Öffentlichkeit zugutekommen.
Das Feuerwehrhaus Leinfelden wird weiter geplant, die Hauptbauphase beginnt ab 2029. Die Kosten dafür liegen bei 26,5 Millionen Euro. Die Stadt investiert außerdem in städtische Wohnungen, Flüchtlingsunterkünfte sowie Straßen und Verkehrsanlagen. Für den geplanten zentralen Verwaltungsstandort prüft die Stadt den Kauf und Umbau einer bestehenden Immobilie. Das könnte günstiger sein als ein Neubau.
Die Stadt muss trotz besserer Planung weiterhin sparen. Personaleinsparungen sollen durch viermonatige Wiederbesetzungssperren erreicht werden. Die Kinderbetreuung ist von dieser Regel ausgenommen. Die Stadt will Aufgaben und Abläufe prüfen und durch Digitalisierung und Automatisierung Kosten senken.
Die wichtigste Einnahmequelle ist die Gewerbesteuer. Die Stadt rechnet vorsichtig mit 60 Millionen Euro jährlich ab 2027. Die Umlagen an Landkreis und Finanzausgleich betragen aber 61,5 Millionen Euro für 2027 und 63,9 Millionen Euro für 2028. Damit wird die gesamte Gewerbesteuer praktisch für Umlagen verwendet.
Die Stadt plant für 2027 neue Kredite von 42,1 Millionen Euro. Der Schuldenstand würde damit auf etwa 50,7 Millionen Euro steigen. Die weitere Entwicklung hängt davon ab, ob geplante Grundstücksverkäufe und andere Einnahmen wie erwartet fließen.
Der Doppelhaushalt zeigt, wie viel Geld die Stadt in zwei Jahren einnimmt und ausgibt. Er legt auch fest, wofür das Geld verwendet wird, zum Beispiel für Schulen oder Straßen. Kommunen wie Leinfelden-Echterdingen müssen oft mehr Geld ausgeben, als sie durch Gebühren und Steuern einnehmen. Dann entsteht ein Fehlbetrag, den die Stadt mit Krediten oder Rücklagen ausgleichen muss. Gewerbesteuer ist eine wichtige Einnahmequelle, aber sie hängt von der Wirtschaft ab. Umlagen sind Zahlungen der Stadt an den Landkreis und andere Stellen, die viele Aufgaben finanzieren, die die Stadt nicht selbst erledigt.
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