SymbolbildBild: Dominik Lott (Dolo280) · CC BY-SA 2.5
Der Landesverfassungsschutz Baden-Württemberg schätzt die Zahl der gewaltorientierten linksextremen Personen im Stadtkreis Mannheim auf einen hohen zweistelligen bis niedrigen dreistelligen Bereich. Das bedeutet, es könnten bis zu 300 Personen sein. Diese Gruppen sind besonders im Bereich Antifaschismus aktiv.
Die „Antifaschistische Aktion Mannheim“ ist eng mit der „Antifaschistischen Aktion Süd“ verbunden. Diese Gruppe war sogar Mitgründerin der „Antifa Süd“. Weitere wichtige Gruppen in Mannheim sind das „Offene Antifaschistische Treffen Mannheim“ und die „Interventionistische Linke Rhein-Neckar“. Alle gelten als gewaltorientiert. Sie rechtfertigen politisch motivierte Gewalt gegen Gegner, vor allem gegen Rechtsextreme.
Der Verfassungsschutz hat Hinweise, dass linksextreme Gruppen in Mannheim Gegner ausspähen und personenbezogene Daten veröffentlichen. Diese Informationen stammen aus Recherchen zu mutmaßlichen Rechtsextremen. Viele Details zu den aktuellen Tätigkeiten der Gruppen nennt der Verfassungsschutz nicht, um seine Arbeitsweise zu schützen.
Seit 2021 sieht der Verfassungsschutz keine große Veränderung beim Gewaltpotenzial der linksextremen Szene in Mannheim. Das Potenzial bleibt nach Einschätzung der Behörde vergleichsweise hoch.
Die Kleine Anfrage im Landtag wollte wissen, wie stark linksextreme Gewalt in Mannheim ist und wie die Gruppen vernetzt sind. Der Verfassungsschutz beobachtet solche Gruppen, weil sie manchmal Gewalt einsetzen. Linksextremismus meint politische Ideen, die gegen den Staat oder die bestehende Ordnung gerichtet sind. Der Verfassungsschutz sammelt Informationen, um die Sicherheit zu schützen. Die veröffentlichten Antworten zeigen, dass die Szene in Mannheim aktiv und vernetzt ist, aber keine großen Veränderungen aufweist.
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