SymbolbildBild: Dominik Lott (Dolo280) · CC BY-SA 2.5
Mannheim. Am 29. August 2026 griffen etwa 40 vermummte Personen Mitglieder der Gruppe „Gemeinsam Deutschland Gestalten“ nahe der Bonifatiuskirche an. Die Angreifer benutzten Schlagstöcke und Pfefferspray. Ein Mann erlitt einen Armbruch und eine Kopfplatzwunde. Er musste im Krankenhaus behandelt werden. Die Gruppe war auf dem Weg zu einer Gaststätte, als der Angriff passierte.
Das Landeskabinett ordnet den Angriff als politisch motivierte Tat im linken Spektrum ein. Die Ermittlungen leitet die Staatsanwaltschaft Karlsruhe. Die Polizei sucht noch nach Tatverdächtigen. Weitere Details will die Landesregierung wegen laufender Ermittlungen nicht nennen. Es gibt keine Hinweise auf Verbindungen zur sogenannten Hammerbande.
In den letzten drei Monaten sind keine ähnlichen vermummten Angriffe auf Personen aus dem linken Spektrum in Baden-Württemberg bekannt. In Mannheim wurden von 2023 bis Mitte 2026 insgesamt 53 politisch motivierte Straftaten im linken Bereich erfasst. Dabei handelte es sich meist um Sachbeschädigungen. Körperverletzungen und Gewalttaten blieben bisher selten.
Die Aufklärungsquote für linke politisch motivierte Straftaten in Baden-Württemberg steigt seit 2023. Im Jahr 2024 gab es sieben Gewalttaten, darunter Körperverletzungen und Landfriedensbruch. Die linksextremistischen Gruppen „Initiative Soziale Kämpfe“, „Offenes Antifaschistisches Treffen Mannheim“ und „Offenes Treffen gegen Krieg und Militarisierung Mannheim“ sind in Mannheim aktiv. Die Personenanzahl in der gewaltorientierten linken Szene liegt schätzungsweise zwischen 80 und 300 Menschen.
Der Angriff auf die Gruppe in Mannheim zählt zur politisch motivierten Kriminalität, die Straftaten aus politischen oder ideologischen Gründen umfasst. Die Polizei erfasst solche Taten und teilt sie in verschiedene Bereiche ein, zum Beispiel links oder rechts. Die Aufklärungsquote zeigt, wie viele dieser Fälle gelöst werden. Die Landesregierung informiert regelmäßig über solche Vorfälle, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten. Ermittlungsverfahren laufen oft lange, deshalb gibt es manchmal nur wenige Details.
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