Bild: Franzfoto · CC BY-SA 3.0
Bischofschloss Markdorf
Beschreibung
Der Ursprung des Bischofschlosses reicht bis um 1300 zurück, als die Markdorfer Ritter von Homburg hier ihren Sitz hatten. 1414 ging die Herrschaft an die Fürstbischöfe von Konstanz über. Ab 1510 ließ Hugo von Landenberg den mittelalterlichen Wohnturm zu einem repräsentativen Schloss ausbauen.
Landenberg nutzte das Schloss um 1529 bis 1531 selbst als Wohnsitz; aus dieser Zeit stammt der Rittersaal im obersten Stockwerk. In den folgenden Jahrhunderten diente das Bischofschloss den Konstanzer Fürstbischöfen wiederholt als Sommerresidenz. 1536 ließ Kardinal Markus Sittich den Schlossgarten anlegen.
Um 1730 ließ Fürstbischof Johann Franz Schenk von Stauffenberg die drei mittleren Stockwerke im barocken Stil umbauen, 1735 war der Umbau abgeschlossen. In derselben Zeit entstand entlang der westlichen Stadtmauer das Neue Schloss, 1737 wurde die Schlossscheuer an der südlichen Stadtmauer neu errichtet.
Nach der Säkularisation fiel das Anwesen 1803 an den Großherzog von Baden, Mitte des 19. Jahrhunderts kam es in Privatbesitz. 1983 wurde das Schloss saniert, 1984 die frühere Schlossscheuer unter Erhalt der mittelalterlichen Stadtmauer wiederaufgebaut. Seit 1985 wird das Ensemble aus Bischofschloss, Neuem Schloss und Schlossscheuer als Hotel genutzt; ein Vorschlag von 2015, dort stattdessen das Rathaus unterzubringen, wurde 2018 per Bürgerentscheid abgelehnt.
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Anfahrt & Karte
Öffnungszeiten & Zugang
- Hotelbetrieb
- Außenbereich frei zugänglich