
Bild: Heiliggeistspital und Mauritiuskapelle
Heiliggeistspital und Mauritiuskapelle
Beschreibung
Das Heiliggeistspital mit der Mauritiuskapelle liegt östlich des Obertors, ursprünglich außerhalb der Markdorfer Stadtmauer. Schon im 15. Jahrhundert bestand hier ein Spital, 1483 übernahm die Stadt Markdorf die Patronatsrechte über die dem Heiligen Geist geweihte Kapelle.
Das Spital diente zugleich der Krankenpflege und als Wohnstätte für Pfründner, die im Gegenzug für die Versorgung im Alter ihr Vermögen der Einrichtung übertrugen. Zur Anlage gehörte zudem ein eigenes Gebäude für Patienten mit ansteckenden Krankheiten, insbesondere für Leprakranke.
An der Nordwand der Mauritiuskapelle ist ein um 1500 entstandener Passionszyklus erhalten. Von ursprünglich zehn Bildfeldern wurden drei bei späteren Umbauten zerstört, deutlich erkennbar ist noch das erste Bild der oberen Reihe mit Jesus im Gebet am Ölberg.
An der Süd- und Westwand finden sich zudem eingeritzte Pilgerzeichen in roter Kreide, darunter Jakobsmuscheln und die Jahreszahlen 1481 und 1504. Der linke Seitenaltar zeigt die drei Pilgerheiligen Jakobus, Jodocus und Rochus, ein Hinweis darauf, dass Jakobspilger hier Station machten.
In der Nähe
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Anfahrt & Karte
Öffnungszeiten & Zugang
- Außenansicht frei zugänglich
- Innenbesichtigung der Kapelle nach Absprache mit der Stadt Markdorf
Quelle: Stadt Markdorf – Historischer Stadtrundgang, Heiliggeistspital und Mauritiuskapelle