Bild: Roland.h.bueb · CC BY-SA 4.0
Hexenturm
Beschreibung
Der Hexenturm entstand um 1250 in der Stauferzeit als Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung Markdorfs. Der ursprüngliche Zugang lag an der Nordseite im dritten Obergeschoss und war über die Stadtmauer zu einer schmalen Plattform erreichbar. An der Westseite sind noch die quadratischen Rüstlöcher zu sehen, die beim Bau als Gerüstauflager dienten; die Mauern sind bis zu einem Meter dick.
1616 wurden in Markdorf nachweislich mehrere Frauen der Hexerei angeklagt, verurteilt und hingerichtet. Dass sie im Turm gefangen gehalten wurden, ist jedoch durch keine Quelle belegt – der Name "Hexenturm" stammt aus späterer Zeit.
Um 1800 wurde im Erdgeschoss ein Türdurchbruch angelegt, zwei Stockwerke wurden zu Arrestzellen umgebaut, dem sogenannten "Bürgerstüble". Dort saßen bis zu acht Personen über Nacht ein, vor allem nächtliche Ruhestörer aus den Weinstuben sowie Landstreicher und Bettler.
Seit 1985 beherbergt der Turm ein Handwerksmuseum auf zwei Etagen mit Werkzeugen von Seilern und Sattlern sowie Dokumenten zu Bettlern und ausgestorbenen Berufen, dazu die erhaltene Bürgerzelle aus dem 19. Jahrhundert.
In der Nähe
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Anfahrt & Karte
Öffnungszeiten & Zugang
- Museum im Hexenturm
- Öffnungszeiten bei der Stadt Markdorf erfragen
Quelle: Stadt Markdorf – Historischer Stadtrundgang, Hexenturm