München gedenkt am 10. November der jüdischen Bürgerinnen und Bürger. Sie litten in der Pogromnacht 1938 und den folgenden Jahren unter Verfolgung, Deportation und Mord. Die Gedenkveranstaltung findet um 11 Uhr im Alten Rathaus statt. Die Veranstaltung wird live im Internet übertragen.
Oberbürgermeister Dominik Krause spricht bei der Veranstaltung. Charlotte Knobloch, Ehrenbürgerin Münchens und Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde, hält ebenfalls eine Rede. Isabel Heinemann, Professorin und Direktorin des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin, spricht zum Thema "Wissen und Verantwortung". Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Trudering erinnern an drei verfolgte jüdische Familien aus ihrer Gegend.
Die Gedenkveranstaltung erinnert an die Nacht vom 9. auf den 10. November 1938. Damals gab es in Deutschland systematische Gewalt gegen jüdische Menschen. Diese Nacht war ein Wendepunkt und begann den Holocaust. Im Alten Rathaus hatte Joseph Goebbels damals zu dieser Gewalt aufgerufen.
Die Arbeitsgruppe "Gedenken an den 9. November 1938" organisiert die Veranstaltung. Oberbürgermeister Dominik Krause ist Schirmherr. Der Festsaal im Alten Rathaus ist ausgebucht. Die Teilnahme ist online über www.youtube.com/nsdoku und www.gedenken9nov38.de/live möglich. Weitere Informationen stehen auf www.gedenken9nov38.de zur Verfügung.
Die Pogromnacht 1938 wird auch Reichskristallnacht genannt. Sie war ein geplanter Angriff auf jüdische Menschen und ihre Einrichtungen in Deutschland. Gedenkveranstaltungen erinnern an diese Ereignisse und an die Opfer. Sie sollen an die Geschichte mahnen und das Bewusstsein für Menschenrechte stärken.
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