Bild: Maximilian Dörrbecker · CC BY-SA 2.5
Das Sozialreferat in München hat in diesem Jahr 380 Wohnungen aus illegalem Leerstand geholt. Das sind 150 Wohnungen mehr als im gesamten Jahr 2025. Die Maßnahmen gelten in München, um mehr Wohnraum verfügbar zu machen.
Das Sozialreferat droht Eigentümern mit Zwangsgeldern. Diese sollen sie dazu bringen, leerstehende Wohnungen wieder zu vermieten oder zu verkaufen. Wenn Eigentümer den Leerstand rechtzeitig beenden, müssen sie kein Zwangsgeld zahlen. Bleibt der Leerstand bestehen, werden die Zwangsgelder eingetrieben und sogar erhöht. Bußgelder folgen nach abgeschlossenen Verfahren bei ungerechtfertigtem Leerstand.
Bürgermeisterin Verena Dietl sagt, die Stadt geht seit Jahren gegen illegalen Leerstand vor. Meist reicht schon ein Hinweis der Verwaltung, damit Eigentümer handeln. Wo Eigentümer nicht mitmachen, nutzt die Stadt alle rechtlichen Mittel. Wohnraum ist in München knapp und darf nicht leer stehen.
Ein Gebäude in Ramersdorf-Perlach mit sechs Wohnungen steht seit 2022 leer. Die Eigentümer konnten keinen Verkauf oder eine Vermietung nachweisen. Das Sozialreferat drohte Zwangsgelder von 62.500 Euro an und stellte sie auch fest. Weil der Leerstand weiter besteht, steht ein weiteres Zwangsgeld von 125.000 Euro an.
Für eine 76 Quadratmeter große Wohnung in Au-Haidhausen verhängte das Sozialreferat ein Bußgeld von 11.400 Euro. Die Wohnung war 16 Monate leer. Eine andere Wohnung in Ramersdorf-Perlach stand über fünf Jahre leer. Dafür wurde ein Bußgeld von 54.000 Euro verhängt.
Das Sozialreferat wird weiterhin alle möglichen Mittel nutzen, um illegalen Leerstand zu verhindern. So soll der vorhandene Wohnraum in München geschützt werden.
Das Sozialreferat ist die Abteilung der Stadt, die sich um soziale Themen wie Wohnraum kümmert. Leerstand bedeutet, dass Wohnungen ungenutzt bleiben, obwohl Menschen sie brauchen. Die Stadt will verhindern, dass Wohnraum unnötig leer steht. Zwangsgelder und Bußgelder sind Strafen, um Eigentümer zu motivieren, ihre Wohnungen zu vermieten oder zu verkaufen. So soll mehr bezahlbarer Wohnraum entstehen.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.