München spart weiter Wasser, obwohl die Dürre noch nicht vorbei ist. Die Allgemeinverfügung zum Wassersparen lief am 1. August 2026 aus. Die Stadt setzt sie nicht wieder in Kraft. Die Entscheidung traf das Referat für Klima- und Umweltschutz nach Beratung durch die Task Force zur Wasserknappheit unter Oberbürgermeister Dominik Krause.
Die Allgemeinverfügung sollte den Wasserverbrauch in der Ferienzeit senken. Die Stadt sieht die Maßnahme als ausreichend an, um die Wasserversorgung sicherzustellen. Großflächige Regner waren während der Verfügung verboten. Die Bewässerung von Beeten und einzelnen Pflanzen war in der Nacht erlaubt. Ein Verbot der Bewässerung vor oder nach Regen ist wegen unsicherer Wettervorhersagen schwer umsetzbar.
Die Stadt arbeitet an einer langfristigen Wasserstrategie. Sie soll Maßnahmen gegen Trockenheit und Wasserknappheit enthalten. Die Strategie wird abgestufte Regeln für verschiedene Situationen festlegen. Die SWM betonen, dass sparsamer Umgang mit Trinkwasser dauerhaft wichtig ist. Sie informieren seit Jahren über Wassersparen und unterstützen die Wasserstrategie. Die Strategie soll auch Notfallpläne mit Zuständigkeiten und Auslösewerten enthalten.
Das Grundwasser in München ist weiter niedrig. Besonders im Gebiet Deisenhofener Forst liegt der Pegel auf einem Allzeittief. Das Wasser stammt vor allem aus dem Mangfall- und Loisachtal sowie der Münchner Schotterebene. Die SWM überwachen die Wasserstände und Quellschüttungen laufend. Sie warnen, dass die Grundwasserneubildung meist nur außerhalb der Vegetationszeit erfolgt und hoffen auf regenreichen Winter.
Wassersparen bedeutet, Trinkwasser möglichst wenig zu verbrauchen und Verschwendung zu vermeiden. Eine Allgemeinverfügung ist eine offizielle Regel, die vorübergehend gilt und Einschränkungen anordnet. Sie darf nur so lange gelten, wie es nötig ist. Städte können langfristige Strategien entwickeln, um auf Wetteränderungen und Klimawandel zu reagieren. Eine solche Strategie hilft, die Wasserversorgung auch bei Trockenheit sicher zu halten.
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