SymbolbildBild: Yair-haklai · CC BY-SA 4.0
München veranstaltet ab dem 16. November 2026 Aktionswochen gegen Gewalt an Frauen, Mädchen, Jungen und nonbinären Menschen. Die Aktionswochen dauern vier Wochen und umfassen 67 Veranstaltungen in der Stadt. Bürgermeisterin Verena Dietl ist Schirmpatin der Aktion.
Das Programm bietet Informationsveranstaltungen, Vorträge, Ausstellungen, Theaterstücke und Workshops. Es gibt auch Selbstverteidigungs- und WenDo-Trainings für verschiedene Altersgruppen. Die Ausstellung „Gemeinsam gegen Sexismus“ zeigt, wie man Sexismus im Alltag begegnen kann. Sie steht vom 16. bis 30. November im Oktagon vor dem Großen Sitzungssaal im Rathaus am Marienplatz. Das Rathaus ist Montag bis Donnerstag von 8 bis 17 Uhr und Freitag von 8 bis 13 Uhr geöffnet.
Die Aktionswochen organisiert ein Bündnis von 53 Gruppen. Dazu gehören Frauenhäuser, Frauennotrufe, soziale Projekte, Netzwerke und städtische Stellen. Das Bündnis arbeitet auch mit dem Landkreis München zusammen.
Am 23. November findet im Großen Sitzungssaal des Rathauses eine zentrale Veranstaltung statt. Das Thema lautet „Über meinen Körper entscheide ich selbst?! Wie Ableismus und Sexismus geschlechtsspezifische Gewalt begünstigen“. Sie beginnt um 18 Uhr. Die Kampagne „Gleichberechtigung schützt vor Gewalt“ will zeigen, dass Gleichstellung vor Gewalt schützt. Die Stadt München setzt mit der Kampagne ein Zeichen gegen alle Formen von geschlechtsspezifischer Gewalt.
Gewalt gegen Frauen ist weltweit eine der häufigsten Menschenrechtsverletzungen. Fast alle zehn Minuten wird eine Frau oder ein Mädchen von Partner oder Familie getötet. In Deutschland versucht oder vollendet fast jeden Tag ein (Ex-)Partner eine Tötung an einer Frau. 2024 wurden 308 Mädchen und Frauen in der Polizeistatistik als Opfer von Tötungsdelikten erfasst.
In München gab es 2025 insgesamt 4.176 Fälle von häuslicher Gewalt. Dabei wurden zehn Tötungsdelikte registriert, davon zwei vollendet. Das Amtsgericht München verhängte 757 Schutzanordnungen gegen Täter häuslicher Gewalt. Eine Studie zeigt, dass 58 Prozent der Frauen in Deutschland sexuelle Belästigung erlebt haben. Diese Zahlen zeigen, wie wichtig die Aufklärung und Hilfe für Betroffene sind.
Die Aktionswochen erinnern an den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November. Sie sollen das Bewusstsein für das Thema stärken und Betroffene informieren. Die Gleichstellungsstelle für Frauen in München koordiniert die Aktionen in Zusammenarbeit mit vielen Organisationen.
Gewalt gegen Frauen und andere geschlechtliche Gruppen umfasst körperliche, seelische und sexuelle Gewalt. Sie ist oft verbunden mit Diskriminierung und Ungleichheit. Städte und Organisationen veranstalten solche Aktionswochen, um die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und Hilfsangebote bekannt zu machen.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.