SymbolbildBild: Yair-haklai · CC BY-SA 4.0
München entwickelt ein neues Computerprogramm für deutsche Kommunen. Das Programm hilft beim digitalen Austausch von Daten zwischen Notaren und Behörden. Das neue Gesetz eNoVA verlangt diesen Austausch ab dem 1. Januar 2027.
Das Programm heißt eNoVA-Editor. Es zeigt Daten in einer gut lesbaren Form an. Behörden können die Daten damit besser verarbeiten und speichern. Das Programm folgt einem bestimmten Standard namens XJustiz und Vorgaben aus dem Kommunalreferat. Die Entwicklung startete im August. Seit Oktober testen Mitarbeiter die Software. Die fertige Version soll Anfang Dezember für alle Kommunen in Deutschland bereitstehen.
Das Tool ist Open Source. Das bedeutet, jeder kann den Programmcode sehen und kostenlos nutzen. München entwickelt das Programm nicht nur für sich, sondern für alle Kommunen in Deutschland. Viele Kommunen helfen bei den Tests mit. So verteilt sich die Arbeit. München hat durch das Projekt auch guten Kontakt zu anderen Behörden und zur Bundesnotarkammer. Die IT-Referentin Dr. Laura Dornheim sagt, Open Source fördert Transparenz, Innovation und Unabhängigkeit der Verwaltung. Sie freut sich, dass das Programm ohne spezielle Münchner Anpassungen für ganz Deutschland passt.
Mehr Informationen, Kontaktadressen und Downloadmöglichkeiten gibt es auf der Webseite http://enova-editor.oss.muenchen.de . Dort finden Interessierte auch Hinweise zu Videokonferenzen für Fragen zum Programm.
Das Gesetz eNoVA sorgt dafür, dass Notare und Kommunen ihre Daten digital austauschen müssen. Bisher fehlte eine passende Software für die Behörden. Open Source bedeutet, dass der Programmcode frei zugänglich ist. So können viele Nutzer das Programm verbessern und an eigene Bedürfnisse anpassen. Das spart Geld und fördert Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Stellen. Digitale Werkzeuge helfen Verwaltungen, schneller und besser zu arbeiten.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.