SymbolbildBild: Burkhard Mücke · CC BY-SA 4.0
Die Münchner Kammerspiele zeigen am Montag, 9. November, um 19 Uhr eine szenische Lesung. Die Veranstaltung findet in der Monacensia im Hildebrandhaus, Maria-Theresia-Straße 23, statt. Schauspielerinnen und Schauspieler lesen Texte von Grete Weil.
Grete Weil war Schriftstellerin und Fotografin. Sie überlebte die Shoah. Ihre Texte behandeln die Frage, wie man weiterlebt, wenn man sterben sollte. Grete Weil wurde 1906 in eine jüdische Familie in München geboren. Ihr Mann Edgar Weil arbeitete als Dramaturg bei den Kammerspielen. 1933 wurde er von den Nationalsozialisten in Haft genommen. Nach seiner Freilassung flohen sie nach Amsterdam. 1941 wurde Edgar Weil bei einer Razzia verhaftet und in das Konzentrationslager Mauthausen gebracht. Dort wurde er ermordet. Grete Weil versteckte sich und überlebte.
Die Lesung trägt den Titel „Oft wollte ich weglaufen, nie habe ich es getan“. Die Schauspielerinnen und Schauspieler Annika Neugart, Samuel Koch und Kim Twiddle lesen die Texte. Die Regie führt Sapir Heller. Die Veranstaltung ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung „Literatur & Haltung. Rachel Salamanders Archiv“. Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht. Eine Vormerkung auf der Warteliste ist per E-Mail möglich.
Interessierte können sich per E-Mail an monacensia.programm@muenchen.de auf die Warteliste setzen lassen. Informationen zur Ausstellung sind im Online-Magazin MON Mag zu finden. Mehr zur Monacensia steht auf www.monacensia.org. Presseanfragen gehen an monacensia.presse@muenchen.de.
Die Monacensia ist eine Einrichtung in München, die sich mit Literatur und Geschichte beschäftigt. Sie organisiert Lesungen und Ausstellungen zu bedeutenden Autoren. Szenische Lesungen verbinden Schauspiel und Literatur. Sie bringen Texte lebendig auf die Bühne. Das Begleitprogramm unterstützt die Ausstellung und vertieft Themen wie Erinnerung und Haltung in der Literatur.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.