SymbolbildBild: Rufus46 · CC BY-SA 4.0
Nagold beherbergt derzeit insgesamt 220 Personen, die nach dem Flüchtlingsaufnahmegesetz untergebracht sind. Die Zahl setzt sich aus 95 Menschen mit Aufenthaltsgestattung und 125 mit einer Aufenthaltserlaubnis zusammen. Die Angaben beziehen sich auf den Stichtag 31. August 2026.
Von den 220 Personen leben 96 in einer vorläufigen Unterkunft. Für die meisten weiteren Personen liegen keine Daten zur Unterkunft vor. Die Landesregierung hat keine genauen Zahlen zur Verteilung auf die Kernstadt und die Teilorte Emmingen, Gündringen, Hochdorf, Iselshausen, Mindersbach, Pfrondorf, Schietingen und Vollmaringen.
Die 96 Personen in der vorläufigen Unterkunft kommen aus verschiedenen Ländern. Die größte Gruppe stammt aus der Ukraine mit 23 Menschen. Weitere Herkunftsländer sind Kamerun (14), Syrien (17), Iran (10) und Afghanistan (7). Es leben auch Menschen aus Irak, Türkei, Guinea, Somalia und anderen Ländern dort.
Von den 96 Personen in der vorläufigen Unterkunft sind 71 männlich und 25 weiblich. 60 von ihnen sind minderjährig, 36 sind Erwachsene. Die meisten haben eine Aufenthaltsgestattung, einige besitzen eine Duldung oder eine Aufenthaltserlaubnis.
Die Zahl der Menschen in vorläufigen Unterkünften in Nagold ist seit Ende 2022 gesunken. Damals lebten dort noch 183 Personen. Bis Ende 2025 sank die Zahl auf 149. Für die kommenden Jahre gibt es keine Prognosen zur Entwicklung der Zugänge. Die Aufnahmebehörden planen ihre Unterkünfte je nach Bedarf.
Die Stadt Nagold nimmt Geflüchtete im Rahmen eines dreistufigen Systems auf. Zuerst kommen sie in die Erstaufnahme. Danach folgen vorläufige Unterkünfte. Schließlich ziehen sie in kommunale Anschlussunterkünfte um. Die Landesregierung verwaltet die Zahlen und Zustände der vorläufigen Unterkünfte. Kommunale Anschlussunterkünfte liegen ihr meist nicht vor. Dieses System hilft, die Aufnahme von Geflüchteten in ganz Baden-Württemberg zu organisieren und verteilt die Menschen auf die Kommunen nach ihrer Größe.
Einordnung der Redaktion, keine Aussage der Quelle.