SymbolbildBild: Uoaei1 · CC BY-SA 4.0
Nürtingen verbessert den Inselesee in Neckarhausen ökologisch. Die Arbeiten begannen 2026. Der Inselesee ist ein künstlicher Flachwassersee von 1,15 Hektar. Bis vor Kurzem gab es weder einen natürlichen Zulauf noch einen Ablauf für das Wasser. Die Stadt und der Anglerverein Petri Heil e.V. haben zusammen die Gewässerqualität verbessert.
Der Anglerverein baute eine 80 Meter lange unterirdische Rohrleitung als Zulauf. Die Stadt schuf einen offenen Graben von 90 Metern Länge als Ablauf. Der Graben führt in Mäandern zum Neckar. So kann das Wasser bei hohem Pegel geordnet abfließen.
Außerdem entstand eine neue Flachwasserzone mit Schilfbepflanzung. Für diese Zone verwendeten die Arbeiter Kies aus dem Aushub des Ablaufgrabens und von einem städtischen Baufeld. Die Fläche der Flachwasserzone beträgt knapp 800 Quadratmeter. Insgesamt wurden rund 15.000 Quadratmeter umgestaltet.
Die Flachwasserzone soll Nährstoffe entziehen und Schatten spenden. So soll das Algen- und Bakterienwachstum verringert werden. Zu viele Nährstoffe führen sonst zu Sauerstoffmangel und Fischsterben. Die ökologische Aufwertung soll solche Probleme in Zukunft verhindern. Die Stadt investierte etwa 60.000 Euro in das Projekt.
Der Inselesee hatte 2019 bei Trockenheit ein Fischsterben durch Sauerstoffmangel. Die Stadt und der Anglerverein reagierten darauf mit den neuen Bauwerken. Ein Zulauf bringt frisches Wasser in den See. Ein Ablauf lässt überschüssiges Wasser abfließen. Die neue Flachwasserzone bietet Lebensraum für Tiere und Pflanzen.
Eine ökologische Aufwertung verbessert das Gewässer, indem sie das natürliche Gleichgewicht stärkt. Die Anlage von Flachwasserzonen und die Begrünung mit Schilf sind typische Maßnahmen. Sie helfen, das Wasser sauber zu halten und die Artenvielfalt zu fördern. So schützen Städte und Vereine Gewässer nachhaltig.
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